Nun an der B 237

Enforcement-Trailer: Radarmessgerät im MK wechselt den Standort

Enforcement-Trailer - Kölner Straße Kierspe - Raser
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Der sogenannte Enforcement-Trailer (Radar-Anhänger) steht seit Mittwoch an der Kölner Straße (Bundesstraße 237) und misst die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die in Richtung Rönsahl fahren.

Ein sogenannter Enforcement Trailer - oder auf gut Deutsch: ein bewegliches Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung - wechselt innerhalb des Märkischen Kreises den Standort.

Kierspe - Es verbreitete sich über die sozialen Medien wie ein Lauffeuer: Der Radar-Anhänger oder sogenannte Enforcement-Trailer steht nicht mehr an der Friedrich-Ebert-Straße nahe der Gesamtschule, sondern seit Mittwoch an der Bundesstraße 237 (Kölner Straße) in Höhe des Hauses 178/Einmündung Margarete-Sänger-Straße.

Dort wird nun das Tempo der Fahrzeuge überprüft, die in Richtung Kiersperhagen beziehungsweise Rönsahl fahren.

Es sei aber auch geplant, den Trailer herumzudrehen und die Geschwindigkeit der Wagen zu messen, die auf die Kreuzung Wildenkuhlen zufahren. Anlass für diese Maßnahme, so erklärte Oliver Knuf, Leiter des Kiersper Ordnungsamts, gegenüber der Meinerzhagener Zeitung, sei eine Beschwerdelage gewesen. Anwohner hatten geklagt, dass zu viele Fahrzeuge dort zu schnell fuhren – es gilt das innerörtliche Tempolimit von 50 km/h.

Das sei natürlich eine subjektive Wahrnehmung, daher setzte die Stadt für eine bestimmte Zeit das Seitenradar dort. Die subjektiven Wahrnehmungen der Anwohner wurden bestätigt. „Teilweise wurde dort mit 100 Stundenkilometern gefahren“, berichtet Knuf von der Auswertung des Seitenradars. Die Ergebnisse der Laserkontrollen, die von den Beamten der Polizeiwache daraufhin durchgeführt wurden, bestätigten ebenfalls, dass nicht wenige Autofahrer auf der Bundesstraße 237 in Richtung Kiersperhagen und Rönsahl viel zu schnell fahren.

Die Geschwindigkeitsmessungen, die in der Vergangenheit dort regelmäßig durchgeführt worden waren, seien nur Momentaufnahmen gewesen. Wie es in Wirklichkeit rund um die Uhr aussieht, soll nun mit dem Enforcement-Trailer erfasst werden. Denn während es für die großen Radar-Fahrzeuge mehr schlechte als rechte Standorte an diesem Teil der Kölner Straße gibt, ist das für den kleineren Anhänger kein Problem.

Es soll nicht nur die Geschwindigkeit der Fahrzeuge, die in Richtung Rönsahl fahren, gemessen werden. Der Radaranhänger wird auch gedreht, damit das Tempo der Wagen, die auf die Kreuzung Wildenkuhlen zufahren, erfasst werden kann.

Möglich wurde der Einsatz des Radar-Anhängers, der dem Märkischen Kreis gehört und von ihm auch betrieben wird, so erläutert der Ordnungsamtsleiter weiter, weil zwei andere Standorte derzeit nicht genutzt werden können. Daher willigten die Verantwortlichen des Märkischen Kreises auch ein, den Enforcement-Trailer an diesem neuen Standort in Kierspe aufzustellen. Wie lange die Anlage dort stehen wird, vermochte Knuf nicht zu sagen. Er geht vom normalen Standortwechselturnus aus, der sechs bis acht Wochen beträgt. Jedoch stand der Radar-Anhänger länger als gewohnt an der Friedrich-Ebert-Straße in Höhe der Gesamtschule – ob dies möglicherweise auch an der Kölner Straße sein wird, bleibt abzuwarten.

Messungen auch in andere Richtung

Sicher ist aber, dass am neuen B 237-Standort nicht nur die Geschwindigkeit der in Richtung Kiersperhagen fahrenden Wagen gemessen wird. Der Trailer soll auch umgedreht werden, um das Tempo der Autos zu messen, die auf die Kreuzung Wildenkuhlen zufahren. „Die Fahrzeuge sind auch oft zu schnell“, weiß Oliver Knuf aufgrund der Messungen mit dem Seitenradar.

Die Notwendigkeit der Geschwindigkeitsüberprüfungen sieht die Polizei ebenfalls. Aus diesem Grund werden die Beamten „weiter oben“, also einige Meter weiter in Richtung Ortsausgangsschild, das an der Einmündung der Waldheimstraße steht, Geschwindigkeitsmessungen durchführen.

Enforcement-Trailer

Der „Enforcement Trailer“ ist ein bewegliches Gerät zur Geschwindigkeitsüberwachung des Herstellers Vitronic in der Form eines Anhängers. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er an beliebigen Orten nahezu autonom betrieben werden kann und die Technik innerhalb des Anhängers gegen Vandalismus stark geschützt ist. (Quelle: Wikipedia)

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