Kierspe bleibt auch 2011 im Nothaushalt

Kierspe bleibt auch 2011 im Nothaushalt.

KIERSPE ▪ Auch im kommenden Jahr sieht’s finanziell schlecht aus. Der Haushaltsplanentwurf 2011 weist ein Defizit von knapp 5 Millionen Euro auf. Auch in Zukunft wird’s nicht besser – denn ähnlich hohe Fehlbeträge ergeben sich für die Finanzplanung bis 2014. Das Eigenkapital der Stadt wird bis dahin vermutlich bis auf einen Betrag von 4 Millionen Euro aufgezehrt sein. Und die Schulden der Stadt werden von zur Zeit 41 Millionen auf rund 56 Millionen steigen.

Am Dienstag brachte der Bürgermeister Frank Emde den Haushaltsplanentwurf in den Rat ein. Verwundert war offensichtlich niemand, dass dieser, genau wie sein Vorgänger, nicht genehmigungsfähig ist. Das heißt: Kierspe bleibt weiter im Nothaushalt. Was bedeutet das für die Bürger? Wird jetzt an allen Ecken und Enden gespart? Frank Emde betonte, das viele Einschränkungen bereits in früheren Sparrunden eingeleitet worden seien, die sich heute bemerkbar machen und das Defizit reduzieren. „Das Aufrechterhalten unserer Leistungen ist auch unserer Bürgerschaft geschuldet. Wir können über ein hohes ehrenamtliches Engagement froh sein.“

Kämmerer Olaf Stelse stellte den Ratsmitgliedern einige Maßnahmen vor, um die Haushaltslage zu verbessern:

▪ Für die Jahre 2011, 2012 und 2014 soll ein Forward-Darlehen aufgenommen werden – im kommenden Jahr gäb’s dadurch 8.150 Euro. 2012 45000 Euro, 2013 73000 Euro und 2014 88000 Euro.

▪ Eine Hundebestandsaufnahme, ähnlich wie in Halver, soll ab 2012 jährlich 12000 Euro einbringen.

▪ Für 2014 ist der Verkauf der Beteiligung an der Genossenschaft geplant; Ersparnis: 240 Euro.

Frank Emde konnte am Dienstag aber auch etwas Positives verkünden: Denn das Land will den Kommunen eine „Soforthilfe“ von rund 300 Millionen Euro zur Verfügung stellen. „Die Stadt Kierspe könnte dann mit einer Einnahme von rund 300 000 Euro rechnen. Aber: Das Geld wird über neue Schulden finanziert. Außerdem soll’s ein „Stärkungspaket Kommunalfinanzen“ geben. ▪ lima

Der Haushalt 2011

Im Entwurf des Ergebnisplans fürs kommende Jahr beläuft sich die Summe der Erträge auf 29,2 Millionen Euro (plus 1,6 Millionen Euro im Vergleich zu 2010). Dem stehen Aufwendungen von rund 34,1 Millionen Euro gegenüber (minus 81.175 Euro). Jetzt setzen sich die zuständigen Ausschüsse mit den Entwürfen auseinander.

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