Glasfaser für 5500 Privathaushalte

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Privathaushalte erhalten schnelles Internet: Rald Engstfeld, Christian Mewes, Christian Nießen, Christian Born, Olaf Stelse, Mirsad Joldic, Sergej Rudsinski und Helmut Heidemann (von links) trafen sich am Hammerkamp zum offiziellen Startschuss der Glasfaserverlegearbeiten.

Kierspe - Maximales Tempo: ein Gigabit pro Sekunde – was sich für die meisten Kiersper nach einer reinen Utopie im Bereich der Internetgeschwindigkeit anhört, wird in den kommenden zweieinhalb Jahren für viele Bürger der Volmestadt Realität.

Denn bereits jetzt ist der Startschuss für fast 3000 Privatgrundstücke mit Breitbandversorgung (sprich: Glasfaserkabel) gefallen. Am Mittwoch trafen sich Sergej Rudsinski, Breitbandbeauftragter des Märkischen Kreises, Ralf Engstfeld und Christian Mewes von der Telekom zusammen mit Christian Born, Chef des gleichnamigen von der Telekom beauftragten Unternehmens aus Hilchenbach, dessen Bauleiter Christian Nießen und Polier Mirsad Joldic mit dem städtischen Beigeordneten Olaf Stelse und Tiefbauamtsleiter Helmut Heidemann am Hammerkamp, wo mit den Kabelverlegungsarbeiten begonnen wird.

Bis Mitte oder Ende des kommenden Jahres, so schätzt der Unternehmer, werde man in Kierspe 127 Kilometer Tiefbauarbeiten bewältigt, 500 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 122 Glasfaserverteiler errichtet haben. Dass die Fertigstellung der Breitbandversorgung für Ende 2022 vorgesehen ist, liege daran, so erklärt Christian Mewes, dass man nicht bis zur Grundstücksgrenze die Kabel verlege, sondern bis ins Haus und auch dort noch weiter, abhängig von den Gegebenheiten.

Antragsfrist endet am 30. Juni

Und dies alles kostenlos, denn Bund und Land bezahlen die Breitbandversorgung. Insgesamt werden dafür rund 7 Millionen Euro aufgebracht. Davon profitieren können in Kierspe etwa 5500 Haushalte – vorausgesetzt, das jeweilige Grundstück liegt im Fördergebiet und der Grundstückseigentümer hat den Antrag für eine unentgeltliche Herstellung an die Telekom gerichtet. Dies ist nur noch bis zum 30. Juni möglich und kostenfrei. Die Karte des Fördergebiets und das Antragsformular ist im Internet unter www.maerkischer-kreis.de/breitband.php zu finden. Die Stadt Kierspe hatte aber auch alle Grundstückseigentümer angeschrieben und das Formular zugesandt. Wer sich später anschließen lassen möchte, zahlt nach derzeitigem Stand 799,95 Euro dafür. Mit Stand von vergangener Woche hatten rund 67 Prozent der Besitzer von 2964 Immobilien den Antrag gestellt. Nicht nur im Internet, auch beim Bauherrenservice der Telekom erhalten Interessierte Informationen; dieser ist unter der kostenfreien Rufnummer 08 00/3 30 19 03 zu erreichen. Ähnliches gilt für die „Validierungshotline“ (08 00/7 73 38 88), von dort kommen die Bestätigungen über den Eingang der Herstellungsaufträge.

Mit einer einzigen der hauchdünnen Glasfasern könnte sämtliche Haushalte in Kierspe mit schnellem Internet versorgt werden.

Mit drei Kolonnen, so Bauunternehmer Born, werde im Bereich Hammerkamp, Humecke, Volmestraße und Am Wernscheid in Rönsahl mit den Verlegungsarbeiten begonnen. Ab dem 2. Juli werden acht große Kolonnen im Stadtgebiet tätig sein. Spätestens dann lassen sich Verkehrsbehinderungen nicht immer vermeiden, denn die Kabel werden durch Gehwege und Fahrbahnen verlegt. Bevor es dann auf den Grundstücken selbst losgeht, werden die Mitarbeiter des Tiefbauunternehmens das Gespräch mit den Grundbesitzern suchen, in welchem (Keller-) Raum der Anschluss errichtet werden soll und wie man auf dem Grundstück am besten dorthin kommen.

Wie Christian Born dazu erklärt, werden seine Mitarbeiter, welche diese Gespräche führen, stets die gleiche Warnweste mit der Aufschrift „Wir sind ... Born“ tragen – sozusagen als eine Art Legitimierung. „Ich freue mich, dass die Arbeiten in Kierspe jetzt starten“, meinte Beigeordneter Olaf Stelse beim Startschuss der Maßnahme, „schnelles Internet gehört zum Leben unserer Bürgerinnen und Bürger dazu – privat und geschäftlich“.

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