Hauptversammlung der SPD steht im Zeichen der Wahl

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Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins trafen sich am Sonntag zu ihrer Jahreshaupversammlung.

Kierspe - Die Jahreshauptversammlung der Kiersper SPD stand unter den Vorzeichen der Kommunalwahl, die schon seit Monaten die Arbeit des Ortsvereins bestimmt. Der Vorstand treffe sich wöchentlich, täglich sei man in Kontakt, sagte die Vorsitzende Monika Baukloh bei der Begrüßung. In Bezug auf die eigene Präsentation im Wahlkampf gab sie die Marschrichtung vor. „Auf Kritik und Vorwürfe anderer Parteien reagieren wir nicht. Wir machen Wahlkampf mit unseren Themen.“ Der ist inzwischen in der heißen Phase angekommen. Einzelne Kandidaten gingen von Haus zu Haus, sagte Baukloh, Jörg Hentschel sei auf sämtlichen Veranstaltungen.

Die Kiersper SPD sieht sich gut aufgestellt. „Keine Partei ist so jung wie wir“, nannte die Vorsitzende ein Positivum ihres Ortsvereins. Auch die Mischung zwischen Männern und Frauen stimme. Optimismus war auch bei den anderen Mitgliedern zu spüren. „Wir treten als Team auf und holen gemeinsam den Pott“, brachte Oliver Busch die Stimmung auf den Punkt.

In ihrem Jahresbericht ließ Baukloh die Aktivitäten des vergangenen Jahres Revue passieren, eine Mischung aus Parteiarbeit und Informationsveranstaltungen. Vor allem eine Podiumsdiskussion, die der 10. Jahrgang der Gesamtschule organisiert hatte, war ihr in guter Erinnerung geblieben. In offener Wahl unter Leitung von Erich Mürmann bestätigten die Teilnehmer Monika Baukloh als erste und Marc Voswinkel als einen von zwei stellvertretenden Vorsitzenden einstimmig. Walter Schimanowski bleibt Internetbeauftragter, Christian Reppel Kassierer, Petra Crone und Friedhelm Werner Beisitzer.

Dass Ulrich Duffe, einer der beiden zweiten Vorsitzenden, urlaubsbedingt an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, bescherte den Genossen dann aber einen „Wahlmarathon“, den die meisten so noch nicht miterlebt hatten, denn ein Teilnehmer schlug Jörg Hentschel für dieses Amt vor. Der Bürgermeisterkandidat solle damit auch im Ortsverein die ihm gebührende Position erhalten. Dagegen wollten andere Teilnehmer weder auf die Verbindung zum Kreistag verzichten, noch ein langjähriges Vorstandsmitglied brüskieren. Nach drei Wahlgängen, die jedes Mal mit einem Patt endeten, folgte die Versammlung der Wahlordnung und ließ das Los entscheiden – und das fiel auf Ulrich Duffe. Hentschels anschließende Wiederwahl zum Schriftführer war dann nur noch eine Formalität.

Politisch wurde es vor allem in Verbindung mit Marc Voswinkels Bericht aus der Ratsfraktion und Petra Crones Bericht aus dem Bundestag. Erich Mürmann wies dabei auf die Besonderheiten der Kommunalpolitik hin: „Den Bürger interessiert der rappelnde Kanaldeckel mehr als die Regionale.“ Es sei deshalb richtig und wichtig, dass die SPD auch auf Themen wie den drohenden Ärztenotstand reagiere.

Petra Crone lobte in diesem Zusammenhang das Meinerzhagener Konzept. Man dürfe nicht nur auf Kierspe schauen, „wir sollten uns als Region sehen.“ Als Einzige wies sie auf die Europa-Wahl hin, die ebenfalls am 25. Mai stattfindet. „Europa hat so viel Einfluss auf unser tägliches Leben, vergesst das bitte nicht.“ - bnt

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