Jeckes Treiben in der Brennerei

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Rönsahl - „Rönsahl, A laaf you“ – eine Liebeserklärung an sein Heimatdorf, frei aus dem Englischen und in die Sprache von König Karneval übersetzt, richtete Ortsbürgermeister Holger Scheel gleich zum Beginn des närrischen Treibens am Samstagabend an die zahlreichen Gäste, die unter dem Zepter von „König Karneval“ in die Brennerei gekommen waren. Manchmal eben steht die größte Theke der Welt nämlich einmal nicht in Düsseldorf, sondern vielleicht ja sogar in Rönsahl.

Mit viel Liebe zum Detail hatte der Freundeskreis, der sich seit mehreren Jahren bereits ums karnevalistische Geschehen im Märkischen Golddorf kümmert, auch diesmal für Wohlfühlatmosphäre im historischen Gemäuer gesorgt und es dabei an nichts fehlen lassen. Und einmal mehr war der „Kölsche Pass“ nicht unbedingt Voraussetzung für Jubel, Trubel, Heiterkeit, beste Feierlaune und ausgelassene Stimmung. Denn diesbezüglich war auch diesmal die räumliche Nähe zum benachbarten Rheinischen unverkennbar.

„Vorhang auf und Bühne frei für Spaß und Frohsinn, Narretei“, so hieß es gleich zum Entree, als DJ André (Böker) mit schwungvollen Karnevalsrhythmen dafür sorgte, dass die in der überwiegenden Mehrzahl fantasievoll und bunt verkleideten Jecken schon bald in Fahrt kamen. Anteil daran, dass sofort beste Feierstimmung und gute Laune angesagt waren, hatte auch Holger Scheel, der gemeinsam mit Dieter Raspe mit gekonnter Moderation durch den Abend führte und schnell die Lacher auf seiner Seite hatte, als er im Stil des findigen und mit Land und Leuten bestens vertrauten „Dorfreporters“ frisch vom Leder zog.

Bei seinen mit etlichen humoristisch verpackten Bonmots aus eigenem Fundus bekamen unter anderem sowohl ortsbekannte Mitbürger als auch die lokale und internationale Politik „ihr Fett“ ab. Nicht fehlen durfte auch diesmal „Blonduella“, das „blonde Wunder“ aus der Nachbarstadt Wipperfürth und die nach eigenem Bekunden „zarteste Versuchung, seit es Erbsen aus der Dose gibt“. Für Stimmung sorgten zudem die „Jecken Teddys“, ein Männerballett aus Bergisch Gladbach.

Zum absoluten Höhepunkt gerieten allerdings zweifellos Einmarsch und anschließender Auftritt des kompletten Elferrates des Wipperfürther Karnevalsvereins „Narrenzunft Neye“, der sich nebst Tanzkorps, Hofstaat und natürlich dem amtierenden Regenten der Session, Prinz Lothar I., und den weiteren Repräsentanten des karnevalistischen Geschehens in der rheinischen Nachbarstadt die Ehre gab. Die Botschafter rheinischen Frohsinns heizten die Stimmung weiter an und trugen – wie auch die vielen ehrenamtlich tätigen dienstbaren Geister hinter Tisch und Tresen – dazu bei, dass ein noch langer Abend angesagt war und der Vorfreude auf Wiederholung im kommenden Jahr viel Platz ließ.

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