SGV muss Fest absagen

Kein Turmfest im Wienhagen: Das ist der Grund

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In diesem Jahr wird es kein Turmfest geben.

Kierspe - Eine 18-jährige Tradition endete im Jahr 2018: Es wird im Mai dieses Jahres kein Turmfest im Wienhagen geben.

Allerdings besteht die Hoffnung, dass es im Jahr 2020 wieder ein Turmfest geben wird. Denn die SGV-Abteilung Kierspe befindet sich, wie Vorsitzender Olaf Stelse auf Anfrage gegenüber der Meinerzhagener Zeitung erklärte, in Gesprächen mit anderen Vereinen, welche die Tradition fortsetzen können. 

„Wie sind nicht mehr in der Lage, das zu stemmen“, will der SGV seinen aktiven Mitgliedern insbesondere aus Altersgründen nicht mehr die vielfältige Arbeit für das Turmfest zumuten.

Turmfest mit bis zu 1000 Besuchern

Die Arbeit für die Großveranstaltung – bei der zumeist bis zu 1000 Besuchern gezählt werden – beginnt mit dem Aufräumen und Säubern der Umlagen des Wiehagener Turms. Dorthin sind dann Tische, Stühle und Bänke, Regale für die Kuchen für das Fest zu fahren.

„Auch wenn wir in den letzten Jahren schon Hilfe von anderen beim Transport erfahren haben“, erklärt der SGV-Vorsitzende, „ist das doch sehr viel.“ Denn auch Grillgeräte, ein Kühlwagen und ein Stromgenerator werden beim Turmfest im Wienhagen benötigt und müssen zum Aussichtsturm gebracht werden. Aufgaben und Arbeiten, mit denen die Mitglieder der Abteilung jährlich seit 2001 belastet werden.

Bisher gab es 18 Turmfeste

Mittlerweile hat es 18 Turmfeste gegeben, das letzte 2018, als die SGV-Abteilung ihr 125-jähriges Bestehen feierte. Einer der Gründe war für die Kiersper Wander- und Naturfreunde natürlich, die Einnahmen auf ein Konto einzuzahlen, welches ausschließlich für den Aussichtsturm gedacht ist, um Reparaturen oder Sanierungen sowie auch Verschönerungen durchführen zu können.

So ist beispielsweise im vergangenen Jahr ein neues Spielgerät am Wienhagener Turm aufgestellt worden. Niemand müsse sich aber Sorgen machen, dass der SGV nun Pflege und Erhalt des Turms – der sich seit 1929 und bis heute im Besitz von Kierspe befindet – aufgibt, betont Olaf Stelse. Die Kiersper Abteilung wird sich, zumindest bis auf Weiteres und wie in den vergangenen 19 Jahren, um Erhalt und Pflege des Wienhagener Turms kümmern.

Zumal das sogenannte „Turm-Konto“ gut gefüllt sei, wie der SGV-Vorsitzende erklärt. Damit könnten dann fällige Reparaturen durchgeführt werden. Ob die SGV-Abteilung dann auch in Zukunft Einnahmen beim Turmfest erzielen und sie auf das entsprechende Konto einzahlen kann, bleibt abzuwarten.

Fortsetzung mit anderen Vereinen

Doch der SGV-Vorsitzende zeigt sich angesichts der Gespräche mit anderen Vereinen recht zuversichtlich, dass es im kommenden Jahr an Christi Himmelfahrt (Vatertag) wieder ein Turmfest im Wienhagen – es wäre das 19. – geben wird, sodass wieder viele Wanderer und andere ihre Route dorthin ausrichten und einen Stopp bei Getränken und Grill-Leckereien einlegen und die Aussicht genießen können.

Geschichte des Turms

Bereits im 19. Jahrhundert gab es einen Aussichtsturm im Wienhagen, damals noch aus Holz. Ende der 1920er-Jahre wurde der Turm dann aus Stein gebaut und am 29. September 1929 eröffnet. Gut 70 Jahre später zeigte sich das Gebäude in einem schlechten baulichen Zustand – doch mit der Kiersper SGV-Abteilung fand sich ein Verein, der den Aussichtsturm wieder instandsetzen ließ und sich seitdem darum kümmert. Am 3. Oktober 2000 wurde der sanierte Wienhagener Turm mit einem kleinen Fest durch den SGV wieder eingeweiht. Und ab 2001 gab es dann jedes Jahr ein Turmfest.

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