Kalender gibt Einblick in Kiersper Geschichte

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Präsentierten den neuen Kalender, den Stadtwerke und Sparkasse gemeinsam herausgegeben haben: Ulrich Finke, Rita Kimmel, Arnd Clever und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzender Heinz-Hermann Dieckmann. ▪

KIERSPE ▪ Scheinbar spielt die gedruckte Auflage des Kalenders „Kiersper Erinnerungen“ keine Rolle. Egal, wie viele Exemplare die Stadtwerke gemeinsam mit der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen drucken lassen, die Kalender sind immer schnell vergriffen. In diesem Jahr sind 3000 Stück hergestellt worden, die nun in den Kiersper Geschäftsstellen der Sparkasse und im Büro der Stadtwerke ausgegeben werden.

Für die Motivauswahl war wieder Ortsheimatpfleger Ulrich Finke zuständig, der dafür in zahllosen Ordnern des Archivs im Alten Amtshaus geblättert hat, um ansprechende Motive aus allen Stadtteilen und aus verschiedenen Jahrzehnten zusammenzustellen. Finke: „Ich versuche immer, möglichst auch die Außenbezirke abzubilden. Fotos aus Dorf, Bahnhof und Rönsahl gehören natürlich auch in den Kalender.“ So ist es kein Wunder, dass die erste Aufnahme die Straße zeigt, die Dorf und Bahnhof verbindet. Am Ortsausgang ist das Bild entstanden und zeigt unter anderem das Gerätehaus Stadtmitte.

Weiter geht‘s im Februar mit einem Bild aus Oberheuckelbach. Eine 60 Jahre alte Aufnahme einer Schulklasse ziert das Kalenderblatt vom März. Aufstellung haben die Schüler vor der alten Hauptschule genommen. Das Gebäude diente auch schon als HJ-Heim und später als Jugendherberge und Arbeitsamt. Heute haben dort die Stadtwerke ihre Büros.

Dass Kierspe schon lange industriell und handwerklich geprägt wurde, wird im April deutlich. Denn auf diesem Kalenderblatt ist die Schmiede Haase im Dorf abgebildet. Noch heute ist an dem Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße das Wappen erkennbar.

Ein Jubiläum ist Anlass für die Gestaltung des Mai-Blattes. Denn vor 50 Jahren wurde die Kirche St. Josef eingeweiht. Auf dem Bild wird an die Grundsteinlegung 1959 erinnert. Die Wehestraße ist dann Thema im Juni. In Sonntags-Kleidung sind die Menschen auf staubiger Straße zu sehen. Vielleicht unterwegs in die Sommerfrische. Dann führte der Weg die Kiersper gerne in die Schnörrenbach.

Auch Anny Wienbruch war dort gerne – auf jeden Fall immer am 7. Juli. Denn dann feierte die Kiersper Lehrerin dort mit ihren Schülern ihren Geburtstag. Das Julibild zeigt die Kinder beim Bad in dem Tal am Rande des Kiersper Stadtgebietes.

60 Jahre ist es im August des kommenden Jahres her, dass der erste Spatenstich zum Bau der Jahnhalle erfolgte. Die Aufnahme in diesem Monat zeigt viele Freiwillige, die zu Hacken und Spaten griffen, um die Baugrube für die neue Halle auszuheben.

Ein prachtvolles Haus in Rönsahl ziert das Blatt im September. 1814 hatte sich der Kaufmann Leopold Cramer entschieden, sein neues Haus gegenüber dem Elternhaus zu bauen. Überdauert hat das Haus aber nicht. Heute findet sich an gleicher Stelle eine Imbissbude.

Eine Luftaufnahme zeigt Mühlenschmidthausen im Oktober. Damals standen noch deutlich mehr Häuser. Viele Gebäude wurden von der Stadt Wuppertal gekauft und abgerissen, weil sie zu nahe an der Talsperre standen.

Im November ist ein Hof im Schleipetal Thema und im Dezember ziert die Gaststätte in Rhadermühle den neuen Kalender. ▪ Johannes Becker

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