Selbstschrauber erobern Gerätehaus

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Juri Neumann betreibt seit genau zehn Jahren eine Selbstschrauberwerkstatt in einer alten Firmenhalle am Haunerbusch. Von dort zieht er bald ins Feuerwehrgerätehaus an der Wehestraße um, das er gekauft hat.

Kierspe - Aus dem Gerätehaus an der Wehestraße wird eine Schrauberwerkstatt. So sieht es die Planung vor.

Wann Juri Neumann umziehen kann, steht noch nicht fest. Vonseiten der Stadt habe man ihm gesagt im Januar, doch das gelingt nur, wenn der Löschzug 1 sein Gerätehaus an der Wehestraße leer geräumt und ihr neues Domizil an der Dr.-Hans-Wernscheid-Straße bezogen hat. Denn der Inhaber der Selbstschrauberwerkstatt, die sich in einer ehemaligen Firmenhalle am Haunerbusch befindet, hat im vergangenen Jahr das Gerätehaus an der Wehestraße gekauft.

Vor genau zehn Jahren, am 30. November 2009, hatte Neumann die Werkstatt eröffnet, um allen, die Geld sparen wollen, die Möglichkeit zu bieten, ihr Auto selbst zu reparieren und Ersatzteile selbst einzubauen. „Die Selbstschrauberwerkstatt ist sicher nichts für Reiche“, weiß Juri Neumann, dass sich sein Angebot in erster Linie an die Menschen richtet, für die das Leben aus finanzieller Sicht schwieriger geworden ist.

Auf der anderen Seite mache es das Internet möglich, Ersatzteile fürs Auto selbst zu einem günstigen Preis zu beschaffen. Aus diesem Grund kann man in der Selbstschrauberwerkstatt nicht nur eine der vier Hebebühnen sowie notwendiges Werkzeug mieten, sondern auch Ersatzteile bestellen. Denn Juri Neumann steht stets mit Rat und Tat allen Selbstschraubern zur Seite. Darüber hinaus besorgt und montiert Neumann auch Autoreifen.

Diese Angebote, die gerade in der jüngeren Vergangenheit immer mehr genutzt wurden, wird es auch in Zukunft weiter geben, eben nur an anderer Stelle, und zwar an der Wehestraße. „Ich habe eine andere Halle gesucht“, erklärt Juri Neumann, dass er sich schon seit Längerem mit dem Gedanken trägt, die Werkstatt in einem eigenen Gebäude unterzubringen. Da sei die Möglichkeit, das Gerätehaus an der Wehestraße zu kaufen, zur rechten Zeit gekommen.

Aus dem Gerätehaus an der Wehestraße wird im kommenden Jahr eine Selbstschrauberwerkstatt.

„Es ist zwar ein wenig kleiner als die Halle hier“, erklärt der Inhaber der Selbstschrauberwerkstatt, „dort habe ich keine Stellplätze für Fahrzeuge mehr“. Doch dafür gibt es die Räume über der Fahrzeughalle – und dafür hat Juri Neumann eine besondere Idee. „Ich kann mit gut vorstellen, dort ein Café einzurichten“, verrät er seine Vorstellung. Dies sei aber noch reine Zukunftsmusik, es gelte in Kürze erst einmal den Umzug zu bewältigen.

Vier Hebebühnen, das gesamt Werkzeug und die drei Maschinen für die Reifenmontage müssen vom Haunerbusch zur Wehestraße gebracht werden. Das werde einiges an Geld kosten. Sein Vorteil sei jedoch, dass er seine Werkstatt nur nachmittags öffnet. „Da habe ich vormittags Zeit, um in der neuen Werkstatt zu arbeiten und einiges selbst herzurichten.“ Etwa zwei Wochen kalkuliert Juri Neumann für den Umzug und die Wiedereröffnung an der Wehestraße. Ob das im Januar sein wird, hängt, wie schon gesagt, davon ab, wann die beiden Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Kierspe ihr neues Gerätehaus am Wildenkuhlen in Beschlag nehmen können. Im Übrigen gibt es an der Wehestraße einen Mieter, daran werde sich auch nichts ändern, sagt der neue Besitzer des Gerätehauses – sieht man einmal vom Empfänger des Mietzinses ab.

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