Juniorpartner für Großkonzerne

+
Dr. Matthias Heider (MdB, l.) informierte sich bei der heimischen Firma. ▪

KIERSPE ▪ Das Kiersper Unternehmen Bender und Wirth ist an einem großen europäischen Forschungsprojekt zum Thema Energieeffizienz bei Allgemeinbeleuchtung beteiligt.

„Solutions for Energy Efficient Lighting (SEEL)“ heißt das europäische Forschungsprojekt, unterstützt vom Bundesministerium für Forschung und Bildung, an dem so namhafte Unternehmen wie Audi, Infineon, Osram, Philips sowie die Ruhr-Universität Bochum und das Fraunhofer Institut beteiligt sind. Darunter ist aber auch der Fassungshersteller Bender und Wirth aus Kierspe. Aus diesem Grund besuchte der Olper Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider am Donnerstag die heimische Firma.

SEEL setzt zwei Schwerpunkte. Mit dem vom Forschungsministerium mit 6,7 Millionen Euro geförderten Projekt sollen die beteiligten Unternehmen eine energieeffizientere Beleuchtung für den Automobilbereich entwickeln und auf der anderen Seite auch Energie in Privathaushalten, Geschäften, Kaufhäusern oder der Hotelerie einsparen. Hier ist Bender und Wirth direkt beteiligt.

Heute gibt es schon effiziente Metallhalogenid-Hochdruck-Lampen (HID), doch die sind bisher nur in kaltem Zustand einschaltbar und auch noch nicht dimmbar. Schnelles Ein- und wieder Ausschalten ist also noch nicht möglich. Eingesetzt werden diese Lampen schon in Kaufhäusern. Hier setzt die Forschung jetzt an, da die Europäische Union im Bereich der Allgemeinbeleuchtung Einsparungen von 80 Milliarden Kilowattstunden für möglich hält. Das entspräche einem Energieverbrauch von 23 Millionen Haushalten.

„Dies erfordert allerdings Grundlagenforschung, da es im Moment noch keine Lösung gibt“, betonte Geschäftsführer Martin Bender die Notwendigkeit des Forschungsprojektes, in dem sich die Kiersper Firma als Juniorpartner mit speziellem Know-How sieht. Der Bundestagsabgeordnete Heider sah hier auch die „technische Spitzenstellung“, die das Unternehmen einnimmt, und betonte auch den besonderen Reiz, wenn große Konzerne mit einem vergleichsweise kleinen Mittelständler kooperieren. Auch der zweite Geschäftsführer Hermann Bender nahm anschließend an einer Betriebsbesichtigung teil und nannte das Forschungsprojekt eine „für uns sehr zeitaufwendige Herausforderung.“ Weiter betonte Hermann Bender: „Da müssen wir einen sehr langen Atem haben, um später noch mehr Vorteile für die Region raus zuziehen.“

Beim Rundgang durch die Firma kamen der Abgeordnete und die beiden Geschäftsführer, sowie der Kiersper CDU-Ortsvereinsvorsitzende Peter Schrade, genauer ins Gespräch. Neben der Führung durch die Produktion und das Qualitätsmanagement erkundigte sich der Politiker auch nach der Anzahl der Auszubildenden und tauchte beim Besuch des kleinen Museums in die Firmengeschichte ein. ▪ ds

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare