Kinderkirche: Unmögliches ist bei Gott möglich

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Schön weihnachtlich und genau richtig für das heimische Wohnzimmer findet Annika die Kerze, die sie mit Serviettentechnik farbenfroh beklebt hat. ▪

KIERSPE ▪ Mit der Geschichte der drei Israeliten, die in der Gefangenschaft in Babylon unversehrt aus dem Feuerofen stiegen, stimmte Almut Pingel am Samstagmorgen in ihrer Andacht 58 Kinder der Kreativen Kinderkirche auf den Tag mit Projekten rund um das Thema Feuer ein. „Als die Ofentür geöffnet wurde, war plötzlich noch eine vierte Person anwesend, nämlich Gottes Engel. Da begriff auch König Nebukadnezar, dass nur Gott allein über unser Leben zu bestimmen hat. Bei ihm ist Unmögliches möglich“, schloss sie ihre Geschichte im Altarraum der Kirche.

Für spannende Projekte zum Thema Feuer hat das Organisationsteam um Iris Rahner, Winfried Hampel und Inga Pempe auch diesmal wieder in den Kreativeinheiten gesorgt.

Dass man früher Steine aneinander schlug oder einen Stock rieb, um Feuer zu machen, wissen die meisten Kinder im Projekt „Experimente und Windlichter“ von Iris Rahner, Laura Gräve und Hanna Klose bereits. Ganz neu ist vielen aber, dass die Menschen oftmals darauf warten mussten, bis der Blitz in einen Baum einschlug, um das kostbare Feuer zu bergen. Mit Kerzen, Teelichtern, Gläsern und Wasser bauten die jungen Forscher immer wieder neue Versuche auf und staunten nicht schlecht darüber, dass ein Zuckerstück alleine nicht brennt, sehr wohl aber, wenn man es mit Asche bestreut. „Hier wirkt die Asche als Katalysator“, sorgt Iris Rahner für die nötige physikalische Erklärung.

Räucherhäuschen aus Sperrholz fertigen die Kinder im Projekt von Winfried Hampel, Fabian Schlieck und Vanessa Beckmeyer. „Heute habe ich zum allerersten Mal gesägt“, verkündet der siebenjährige Julian stolz, während er die Seitenwände seines Häuschens hoch hält und die Kanten abschmirgelt. Arne und Jan bauen beide gerne. Ganz fachkundig haben sie ihre Hölzer mit Schraubzwingen am Tisch befestigt und hören den weiteren Anweisungen des Betreuerteams zu. Das Räucherhäuschen der zehnjährigen Malin hat bereits Gestalt angenommen. Für die abschließende Dekoration plant sie auf dem Fundament der zugeschnittenen Tischlerplatte noch Tannengrün, eine Kerze und Tannenzapfen anzukleben.

Selbst gesammelte und gekaufte Naturmaterialien haben einen hohen Stellenwert im Projekt von Antje Krings-Hawlina, Hanna Schwarze und Ela Werner. Zimtstangen, Anissterne, Zitronenscheiben, Hagebutten und ein Teelicht im Glas zieren das Adventsgesteck der neunjährigen Celina. „Das soll bei uns auf dem Esstisch stehen“, erzählt sie bei der abschließenden Betrachtung ihres Werks, das sie auf einer Holzscheibe arrangiert hat. Schön weihnachtlich und genau richtig für das heimische Wohnzimmer finden Annika und Fenja die Kerzen, die sie gerade akribisch mit farbenfroher Serviettentechnik bekleben.

„Die Kugel mit dem Herz schenke ich meiner Mutter zu Weihnachten“, berichtet die neunjährige Valerie voller Vorfreude. Mit Geduld und Geschick hat sie eine Vielzahl glitzernder Pailletten mit kleinen Nägeln zu fantasievollen Formen auf einer Styroporkugel festgesteckt. „Wenn man sie an den Weihnachtsbaum hängt, vervielfältigen die Pailletten das Licht und strahlen wie eine Discokugel einen ganz tollen Glanz aus“, erzählt Projektleiterin Verena Kreft den Kindern. Die sind mit Feuereifer bei der Sache und lassen sich nur ungern zum Mittagessen rufen.

Für dampfende Kartoffelsuppe mit Würstchen und Mandarinenquark zum Nachtisch haben Ulla Reyher, Daniela Hampel und Gundula Glörfeld in der Küche gesorgt, damit die jungen Bastler auch gestärkt in ihre zweite Kreativeinheit am Nachmittag gehen konnten.

Die nächste Kreative Kinderkirche findet am Samstag, 23. Februar, von 10 bis 15.30 Uhr in der Christuskirche statt. Dann dreht sich alles um das Thema Spiele. Für das neue Jahr sucht das Team der Kreativen Kinderkirche dringend noch Mitarbeiter, um sein Angebot viermal im Jahr aufrecht erhalten zu können. „Jeder, der uns unterstützen möchte, ob dauerhaft oder nur für ein Projekt, ist uns herzlich willkommen“, erklärt Iris Rahner. ▪ Martina Haski

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