Maut wird bald auch für Kiersper Straßen fällig

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Ab dem 1. Juli müssten auch diese drei Lastwagen sowie anderen Lkw ab 7,5 Tonnen für ihre Fahrt über die Kölner Straße (B 237) ebenso Maut bezahlen wie für die Nutzung der Volmestraße (B 54).

Kierspe - Noch ist Zeit, sich bei der Toll Collect GmbH registrieren und sich ein sogenanntes On-Board Unit in den Lastwagen einbauen zu lassen.

Ab dem 1. Juli müssen Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen und mehr auch auf Bundesstraßen, also auch auf der Volme- (B 54) und der Kölner Straße (B 237) Maut bezahlen. Das vom Bundesverkehrsministerium beauftragte Unternehmen Toll Collect geht davon aus, dass sich das Straßennetz um 40 000 auf insgesamt 52 000 Kilometer vergrößert, 30 000 Firmen mit 140 000 Fahrzeugen (ab 7,5 Tonnen) hinzukommen, die bezahlen müssen, wenn sie auf einer Autobahn oder einer Bundesstraße fahren.

Darunter dürften auch einige Kiersper Unternehmen sein, die bislang nicht oder nur wenig mit dem Thema Maut konfrontiert wurden. Für die Entrichtung der Maut gibt es zwei Möglichkeiten: Die automatische mit der OBU (On-Board Unit), die per Funk die Daten an Kontrollbrücken und -säulen – es sollen 600 dieser blauen und vier Meter hohen Säulen aufgestellt werden, die Fotos der Lkw machen – , sowie an mobile und stationäre Kontrollstellen übermittelt. Die Überprüfung läuft automatisch wie das Bezahlen der Maut dank hinterlegter Daten.

Es geht aber ebenso per PC, Smartphone, Tablet – dafür gibt es mittlerweile eine App – und an einem Maut-Terminal. In diesem Fall müssen die Fahrten über Bundesstraßen aber jeweils eingegeben werden. Ist man bei der Toll Collect nicht registriert, sind die Angaben über Firma, Fahrzeug und Bezahlart immer wieder anzugeben. Die hohe Zahl an registrierten Fahrzeugen und installierten OBU verdeutlicht aber, dass die Unternehmen die automatische „Maut-Version“ bevorzugen.

Sven Ollmann von Toll Collect bestätigt dies indirekt: Die Zahl der Maut-Preller liege unter einem Prozent. Denn die Unternehmen, insbesondere die stets unter Zeitdruck stehenden Speditionen, würden keine Zeit durch langwierige Eingabe der Mautdaten verlieren wollen. Allerdings muss Toll Collect einräumen, dass eine flächendeckende Kontrolle nicht möglich sei.

Neben den (künftigen) 600 Kontrollsäulen – an der Schwerlastroute in Kierspe ist aktuell keine geplant, die nächste wurde jetzt in Wermelskirchen aufgestellt – und 300 -brücken sind es Mitarbeiter des Bundesamtes für Güterverkehr (BGV), welche für stationäre und mobile Kontrollstellen sorgen.

Dabei orientiere man sich, so Sven Ollmann weiter, an den Verkehrsströmen. Darüber hinaus würden BGV-Mitarbeiter aber auch Betriebsprüfungen durchführen, die darüber Aufschluss geben, ob Lastwagen über Bundesstraßen und Autobahnen fahren und dafür die Maut bezahlt haben.

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