Jugendsinfonieorchester begeistert im PZ

Das Märkische Jugendsinfonieorchester begeisterte beim Auftritt in Kierspe

KIERSPE ▪ 84 junge Musiker, die meisten von ihnen im Märkischen Kreis zuhause, gastierten am Sonntagabend im PZ der Gesamtschule.

Auf Einladung von KuK spielte das Märkische Jugendsinfonieorchester (MJO) ein Konzert, das es in einer zehntägigen Arbeitsphase während der Sommerferien erarbeitet hatte.

Ein Kiersper war auch dabei: Dustin Koch war kurzfristig für einen erkrankten Schlagzeuger eingesprungen. Mit ihm, einer Flötistin aus Halver und drei Geigerinnen aus Meinerzhagen war das Volmetal damit gut vertreten.

„Hoch auf'm Berg – tief im Tal“ - unter diesem Titel hatten die Musiker durchweg bekannte Stücke zusammengefasst, in denen sich die Natur mit ihren schönen und schrecklichen Seiten ausdrückt.

„Freischütz“ zum Anfang

Den Anfang machte die Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber. Die Zuhörer wurden darin durch die wichtigsten Stationen der Oper geführt. Eine dramatische Szenerie und große Gefühle, von Verzweiflung bis zum Schlussjubel, wechselten sich in dem Orchesterwerk ab.

Danach wurde umgeräumt, um Platz für drei Harfen zu machen. Man wolle möglichst allen Musikern Gelegenheit zum Auftritt geben, erläuterte Dirigent Thomas Grote. Deshalb wurden „Solvejgs Lied“ aus „Peer Gynt“ von Edvard Grieg und das „Abendgebet“ aus „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck in einer Bearbeitung für drei Harfen gespielt. Die Harfenistinnen lösten ihre Aufgabe bravourös: Intonation, Dynamik, Stimmverteilung – alles passte.

Mit den „Sinfonischen Metamorphosen“ von Paul Hindemith kam das Orchester noch einmal auf Carl Maria von Weber zurück. „Metamorphose“ meint schöpferische Umwandlung, ohne den Ursprungsstoff zu verändern. Bei Hindemith wurde Webers Klaviermusik zum Orchesterstück, zu Geschwindmarsch und Jazz. „Ein musikalisches Pfefferminzbonbon“ nannte es Stephan Quandel, Mitglied des Jugendorchesters, bei seiner Einführung in das Programm.

Hatte sich das Orchester schon im ersten Teil deutlich gesteigert, war die Sinfonie Nummer 1 in c-moll von Johannes Brahms unbestritten der Höhepunkt des Konzertabends. Dem Prinzip Spannung und Entspannung folgend steigerte sie sich über die einprägsame Klarinettenmelodie des dritten Satzes bis hin zum grandiosen Finale.

Der Beifall des Publikums war den Musikern sicher. Der musikalische Nachwuchs des Märkischen Kreises hatte damit sein Können überzeugend unter Beweis gestellt. Bei der Zugabe kamen dann auch noch einmal die Harfenistinnen zum Einsatz. Zusammen mit dem Orchester spielten sie das Thema aus „Jenseits von Afrika“ von John Barry. ▪ bnt

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