Jugendparlament sucht neue Mitglieder

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Steffen Wieland (15), Jugendzentrum-Leiterin Susanne Sattler, Christiane Rhuthmann von der Jugendarbeit des Märkischen Kreises und Aljoscha Köpsel (15) haben gestern in der Gesamtschule die Werbetrommel gerührt. ▪

KIERSPE ▪ „Plakate und Flyer bringen einfach nichts“, sagte Susanne Sattler. Da könnten die jungen Leute nichts mit anfangen. Die Leiterin des Jugendzentrums sucht zurzeit nach neuen Wegen. Wegen, Jugendliche fürs Jugendparlament zu begeistern. Damit sie sich für die Belange der jungen Kiersper Generation einsetzen.

Ihre erste Anlaufstelle war gestern die Gesamtschule. Dort rührte Susanne Sattler kräftig die Werbetrommel. Steffen Wieland und Aljoscha Köpsel (beide Mitglieder des Jugendparlaments) sowie Christiane Rhuthmann von der Jugendarbeit des Märkischen Kreises, unterstützten sie dabei.

Sattler und ihre Mitstreiter warben bei den Lehrern dafür, das Thema Jugendpolitik im Unterricht aufzugreifen. Denkbar sei sogar eine Projektwoche, die dann verschiedene Aspekte thematisiere.

So oder so: Die Arbeit des Jugendparlaments soll zum einen bekannter und zum anderen anerkannter werden. Damit das klappt will Sattler aber nicht nur die Werbestrategie ändern: „Das ganze Wahlverfahren muss überholt werden.“

So wie’s beim ersten Mal lief, sei es viel zu kompliziert gewesen, machte die Leiterin des Jugendzentrums deutlich. Das Procedere sei nicht nur sehr bürokratisch sondern auch langwierig gewesen. „Jugendliche wollen nicht ewig warten bis etwas passiert und eine Entscheidung getroffen ist“, erklärte Susanne Sattler.

Wie genau das neue Konzept aussehen soll, dazu konnte sie aber noch nicht viel sagen. Denn bis zur Umsetzung ist es noch ein langer Weg. Zunächst müssen sie und ihre Kollegen den Vorschlag auf Änderung dem Jugend- und Sportausschuss vorlegen. Wenn der das Okay gibt, entscheidet der Rat dann am 28. September endgültig darüber.

Susanne Sattler verriet aber zumindest grob, wie sie sich die neuen Wahlen fürs Jugendparlament vorstellt. „Das soll ganz unkompliziert ablaufen“, sagte sie. Jeder könne sich per Meldebogen, auf dem einige persönliche Daten abgefragt werden, für einen Sitz im Parlament bewerben.

Gibt’s eigentlich schon etwas, was die politisch engagierten Jugendlichen schon erreicht haben? „Ja, wir haben es geschafft, dass sich die Öffnungszeiten des Schwimmbades innerhalb der Ferien ändern“, meinte Sattler. Zurzeit seien es übrigens von ursprünglich 17 Mitgliedern nur noch sieben Aktive. Und was gibt’s für Ziele? Die Jugendlichen wollen sich für bessere Busfahrzeiten und eine Jugendfete stark machen. Aber wenn im November das neue Parlament seine Arbeit aufnimmt, kommen sicher noch einige neue Themen hinzu. ▪ Lisa-Marie Weber

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