46 Jugendliche bereiten sich auf ihre Firmung vor

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Die Katechetinnen Juditha Berger (links) und Iris Hacker-Maack (Mitte) begleiten diese Gruppe bis zur Firmung.

Kierspe - Für die diesjährigen Firmlinge der katholischen Pfarrei St. Maria Immaculata stand am Samstag im Gemeindehaus St. Josef ihre erste Unterrichtseinheit an.

Manche hatten sich im Vorfeld bereits Gedanken darüber gemacht, wie eine solche Firmvorbereitung abläuft. So hatte sich Lara gedacht, dass es neben dem Kennenlernen der anderen Firmlinge auch Gespräche darüber geben wird, ob sie an Gott glaubt und ob sie eine bestimmte Vorstellung von ihm als Person hat. Niva ging davon aus, dass sie in einer Gruppe ein Thema erarbeitet und über dieses dann mit den Katecheten spricht. Lisa empfand vier Treffen bis zur Firmung als wenig, und sie erwartete vom Unterricht, Gott näher gebracht zu werden.

Zum Teil entwickelte sich die erste Unterrichtseinheit so, wie sie sich die drei Mädchen vorgestellt hatten. In kleine Gruppen aufgeteilt, werden die insgesamt 46 Jugendlichen nun auf ihre Firmung vorbereitet. Jede Einheit ist fünfeinhalb Stunden lang, unterbrochen von einer kurzen Mittagspause.

Zunächst stand für die Firmlinge am Samstag ein Kennenlernspiel an. Anschließend sollten sie auf einen Zettel schreiben, was sie von ihrem Unterricht erwarten. Die Blätter wurden eingesammelt und weggelegt, ohne dass die Antworten vorgelesen wurden. Die Katechetinnen werteten die Zettel später aus, sie erhofften sich, dass sie auf diese Weise ehrlichere Antworten bekommen würden.

„Gibt es Gott?“ lautete die erste Frage, die die Firmlinge offen in der Stunde beantworteten sollten. Auch sollten sie Stellung beziehen und diese begründen. Dies war nicht für alle Firmlinge einfach. Eine weitere Frage lautete „Gibt es die Liebe?“. Schon bald merkten die Jugendlichen, dass es sich hier ähnlich wie mit der Frage nach Gott verhielt. Auch die Liebe kann man nicht sehen, finden oder anfassen. Dass die Liebe jedoch existiert, erkannten die Firmlinge daran, dass man sie spüren kann. Auch wenn bei der Liebe der Gegenüber zu sehen sei und Gott nicht, so gebe es beim Liebenden ebenso Vieles, was unsichtbar sei. Und wie schon bei Gott, glauben auch nicht alle an die Liebe. Für viele sei sie nur ein biochemischer Vorgang im Gehirn oder in den Hormonen.

Zudem befassten sich die Jugendlichen mit dem Gebet. Sie erarbeiteten die verschiedenen Formen von Gebeten. Dabei zogen sie unter anderem auch Vergleiche zu mobilen Kommunikationsdiensten wie Whats-App. „Ist ein Freund, mit dem ich nicht kommuniziere, ein Freund?“, überlegten sie an diesem Beispiel.

In der Mittagspause konnten sich die künftigen Firmanden dann mit einer Kartoffelsuppe stärken, die Frauen aus der Kiersper Gemeinde zubereitet hatten.

Am Nachmittag stand die Vorstellung der Sozialaktionen an, die die Jugendlichen ableisten sollen. Da gab es für jede Vorliebe und Veranlagung etwas. So können die Firmlinge in Altenheime gehen, ins Hospiz nach Lüdenscheid oder in andere soziale Einrichtungen, mit denen die Organisatoren noch im Gespräch sind.

Mit einer Abschlussmesse in der Kirche endete die erste Unterrichtseinheit. Die nächsten Treffen sind für den 11. März, 1. April und 20. Mai terminiert. Am Palmsonntag, 9. April, findet das Fastenessen statt, für das der Eine-Welt-Kreis in Kierspe verantwortlich zeichnet.

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