Jugendfeuerwehr ist 24 Stunden im Einsatz

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Bei der Jugendfeuerwehr unterstützen die Älteren die Jüngeren.

Rönsahl -  Die Rauchwolken waren schon von Weitem zu sehen, das Feuer spektakulär. Beim 24-Stunden-Dienst der Jugendfeuerwehr übten die Jugendlichen den Ernstfall.

Es galt, ein (fiktives) Ein-Familien-Haus zu löschen. Zu diesem Zweck hatten die aktiven Feuerwehrleute auf der Wiese hinter der Brennerei in Rönsahl ein Feuer entzündet. Den Grundstock bildete ein schon vorhandenes Osterfeuer, aufgefüllt mit Baumschnitt und umgrenzt von Einwegpaletten.

Alle zwei Jahre führen sämtliche Kiersper Löschzüge gemeinsam einen 24-Stunden-Dienst durch, um den Kindern und Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr einen Eindruck vom Berufsalltag von Feuerwehrleuten zu geben. Tatsächlich dauerte der Dienst sogar noch länger, die Übung begann am Samstagmorgen um 11 Uhr und endete am Sonntagnachmittag. Dazu trafen sich 22 Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren und fast ebenso viele erwachsene Feuerwehrleute in Rönsahl – auch mehrere Löschwagen waren im Einsatz.

Die Übungen zogen sich über den ganzen Tag hin, der Löscheinsatz bildete den Höhepunkt der Aktion. Anfangs sei das Feuer etwas außer Kontrolle geraten, die Erwachsenen hätten eingreifen müssen, berichtete Jugendfeuerwehrwartin Anica Würth. Danach übernahmen die Mädchen und Jungen die Spritzen und richteten den Wasserstrahl von allen Seiten auf die Flammen. Auf den Einsatz von Atemschutzgerät verzichteten die Verantwortlichen bei der Übung. Die Geräte seien zu schwer für die Kinder, sagte Anica Würth. Um ihnen trotzdem einen Eindruck davon zu verschaffen, hatten etliche Kinder zur Simulation ein Rohr auf den Rücken geschnallt. Auch der Kindergarten „Regenbogen“ war im Laufe der Übung Schauplatz des Dienstes: Es galt, die Einrichtung zu evakuieren und Mädchen und Jungen vor einer Rauchgasvergiftung zu retten.

Die Übung verlief planmäßig, von zahlreichen Zaungästen aus sicherer Entfernung beobachtet. Nachdem der Brand gelöscht war, verwandelten sich die Reste in ein Lagerfeuer, an dem Jugendliche und Erwachsene ihre Würstchen grillten. Während die Jugendlichen auf Feldbetten im Rönsahler Gerätehaus übernachteten, hielten die Erwachsenen Brandwache, denn auch bei Übungen muss die vom Jugendschutzgesetz verordnete Nachtruhe eingehalten werden.

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