Er rollt und rollt und rollt - Kiersper Bürgerbus fährt seit 25 Jahren

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Insgesamt 14 Fahrer und Fahrerinnen sind derzeit für den Bürgerbusverein im Einsatz.

Kierspe - „Er läuft und läuft und läuft“ – Das dieser Slogan eines Automobilherstellers auch für den Kiersper Bürgerbus gelte, machte Bürgermeister Frank Emde am Samstagnachmittag in der Gesamtschule im Rahmen seiner Rede anlässlich des 25-jährigen Bestehens deutlich.

Grund und Anlass für eine Feier im PZ der Gesamtschule: das 25-jährige Bestehen des Bürgerbusvereins.

Zuvor hatte Gerhard Kamphausen, 1. Vorsitzender des Vereins Bürgerbus Kierspe e.V., seiner Freude darüber Ausdruck verliehen, dass erfreulich viele Gäste der Einladung Folge geleistet hatten und somit der Feier den passenden Rahmen gaben. Besonders gern gesehen waren natürlich das aktuelle Fahrerteam und auch „Männer und Frauen der ersten Stunde“ sowie ebenso die Abordnungen einer Reihe von befreundeten und benachbarten im gleichen Metier tätigen Bürgerbusvereine aus dem gesamten Märkischen Kreis, wie auch aus Langenberg und der Nachbarstadt Wipperfürth. Heute, so der Vorsitzende, sei ein Tag, an dem die Räder des Bürgerbusses einmal weitgehend stillstehen dürften und man stattdessen ein paar Stunden in froher Gemeinschaft verbringen und ein wenig Rückschau halten wolle. 

Bürgermeister Frank Emde würdigte das wichtige Engagement des Bürgerbusvereins.

Diesen Faden griff Bürgermeister Emde gerne auf und nutzte dabei die Gelegenheit, das Wirken des Bürgerbusvereins und dessen praktische Tätigkeit im Sinne der Kiersper Bevölkerung ins rechte Licht zu rücken. Seit seiner Gründung im September 1993 und der Aufnahme des praktischen Fahrbetriebs am 10. Mai des folgenden Jahres habe man bislang bereits 1 082 015 Kilometer, also gut 40 000 Kilometer jährlich, auf dem Tacho und in 2016 den fünften Bus erhalten. In diesem Zeitraum seien insgesamt 375 914 Fahrgäste, Stand vergangenen Jahres. 2018, transportiert worden. Das mache im Schnitt rund 14 000 bis 15 000 beförderte Personen pro Jahr. Allein 70 000 Stunden an reiner Fahrzeit, nicht eingerechnet dabei die Stundenzahl, die man für Rüstzeit und Wartung aufwende, seien vom Fahrerteam des Bürgerbusses, das sich derzeit auf einen verlässlichen Stamm von 14 Personen stützen könne – wohlgemerkt ehrenamtlich und in deren Freizeit – geleistet worden. 

Damit biete der Bürgerbus nachhaltig und in sinnvoller Ergänzung der öffentlichen Linienbusse die Voraussetzung für qualitative Mobilität vieler insbesondere ältere Menschen, die ansonsten im ländlichen Bereich Schwierigkeiten hätten bei der Erledigung vielerlei Dinge des täglichen Lebens. Ebenso auch beim Transport von Kindergartenkindern erfülle der Bürgerbus seit einem Vierteljahrhundert eine wichtige Funktion, und auch dafür gelte es, großen Dank auszusprechen und in diesem Zusammenhang das Thema Mobilität als wichtigen Baustein auch im Blick auf die Regionale 2025 im Auge zu behalten, so der Ratsvorsitzende abschließend. Ähnlich positiv äußerten sich die Sprecher der MVG oder des Bürgerbusverbandes NRW. Alle einte die Erkenntnis, dass ohne die auf diese Weise geleistete ehrenamtliche Tätigkeit vieles so nicht möglich wäre.

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