Johannes Heintges soll künftig die GSK leiten

Johannes Heintges, derzeit didaktischer Leiter der Gesamtschule Gummersbach in Derschlag, wurde gestern Abend von der Schulkonferenz der Gesamtschule Kierspe zum neuen Schulleiter gewählt.

KIERSPE ▪ Die Gesamtschule bekommt mit Johannes Heintges einen neuen Schulleiter. Monika Hahn ist noch bis zum Schuljahresende im Amt, dann geht sie in den Ruhestand.

Am Mittwochabend wählte die Schulkonferenz mit Heintges einen ehemaligen Kiersper Gesamtschullehrer, der seit 2008 für vier Jahre an der Gesamtschule Gummersbach in Derschlag als didaktischer Leiter tätig war. Der Stadtrat und auch der Personalrat müssen formal ebenfalls noch zustimmen.

Er hat sich gezielt auf die Stelle beworben, obwohl er auch gefragt worden ist, ob er die Leitung der neuen Gesamtschule Much übernehmen würde, an deren Aufbau er in den vergangenen Jahren beteiligt war. Denn Heintges hat das positive Klima in Kierspe während seiner Zeit hier schätzen gelernt. Außerdem das engagierte Kollegium, das nicht nur auch außerhalb der Dienstzeit vor Ort an verschiedenen Stellen aktiv ist, sondern sich zudem in die Schulentwicklung einbringt und Modernisierungsprozessen gegenüber offen ist.

Der 47-Jährige wurde in Bonn geboren, ist dort aufgewachsen, zur Schule gegangen und hat dann auf dem katholischen Kardinal-Frings-Gymnasium sein Abitur gemacht. 1984 hat er auch in der damaligen Bundeshauptstadt begonnen, Theologie, Germanistik und Philosophie zu studieren, zeitweise zudem in Köln. Später ist er nach Tübingen gewechselt und nach Konstanz. Abgeschlossen hat er das Studium als Magister.

Um sich zu finanzieren, hat er Kurse in Deutsch als Fremdsprache und Philosophie an der Uni und in hochschulnahen Instituten gegeben und da vor allem Erwachsene aus Ostblockstaaten unterrichtet. „Ich machte mir damals Gedanken, wie es mir gelingen kann, dass die Schüler möglichst viel lernen und habe mich intensiv mit Didaktik beschäftigt“, erinnert sich Johannes Heintges an diese Zeit. Und so kam für ihn dann als Unterrichtsfach auch noch Didaktik hinzu.

Daraufhin fiel für ihn die Entscheidung, nicht zu promovieren, wie das Studienkollegen gemacht hatten. Sondern er hatte Freude an der Lehrertätigkeit gefunden und entschloss sich 1996 sich durch ein nachgeschaltetes Pädagogikstudium in Köln für das Lehramt weiterzubilden. Nach dem ersten Staatsexamen verschlug es ihn 1999 als Referendar an die Gesamtschule Kierspe, wo er das zweite Staatsexamen ablegte. Der damalige Schulleiter Fritz Schmid und auch viele andere Lehrer wollten ihn anschließend gerne in Kierspe behalten und so bekam er ab 2001 in Kierspe eine feste Lehrerstelle und unterrichtete die Fächer Deutsch, Philosophie und Gesellschaftslehre.

„Ich blieb gerne, denn ich fühlte mich sehr wohl an der Schule“, erinnert sich Heintges, der fortan in zahlreichen Gremien wie der Steuergruppe für die Schulentwicklung, den Fachgruppen Deutsch und Philosophie sowie ein Jahr auch im Lehrerrat mitarbeitete. Gerne war er zudem SV-Lehrer und betreute somit die Aktivitäten der Schülermitverwaltung. Gewohnt hat Heintges zunächst in Köln, zog dann aber nach Kierspe.

2006 heiratete er seine heutige Frau Beate, die ebenfalls Lehrerin ist. Sie brachte drei Kinder mit in die Ehe, die inzwischen alle erwachsen sind. Vor zwei Jahren bekamen beide mit Jan Luka noch einen kleinen Jungen, der inzwischen einen Kiersper Kindergarten besucht.

Zwischenzeitlich wohnte die Familie Heintges in Köln, hat jedoch gerade ein Haus in Kierspe-Dorf erworben. Nach und nach wollen sie in die Volmestadt ziehen, behalten aber vorerst noch die Wohnung in Köln, damit die 18-jährige Tochter dort ihre Schulzeit beenden kann. Während der Kiersper Zeit sind die drei älteren Kinder alle zur Gesamtschule Kierspe gegangen. Und die 18-Jährige, die in Köln dann ein Gymnasium besuchen musste, kam dort problemlos zurecht, wie Heintges erzählt. Was aus seiner Sicht für die Qualität der auch im Vergleich ausgezeichneten Schulbildung von Gesamtschulen allgemein und der Kiersper Bilderungseinrichtung speziell spricht.

Während seiner Zeit in Gummersbach hat Heintges die einjährige Schulleiterausbildung absolviert. ▪ rh

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