Von Johann Strauß bis Village People

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Schulleiterin Monika Hahn begrüßte das Publikum und freute sich über das volle Haus.Das Publikum war begeistert und sparte nicht mit Applaus. –

KIERSPE ▪ Begeisterte Besucher und hoch motivierte Schüler erlebten am Donnerstagabend ein beeindruckendes Konzert. Gemeinsam mit den Musikern des Landespolizeiorchesters NRW gestalteten die 98 Mädchen und Jungen der Bläserklassen der Gesamtschule Kierspe einen ganz besonderen Konzertabend.

Erarbeitet haben sie sich ihr Repertoire unter Anleitung einiger Orchestermusiker in einem mehrtägigen Workshop. Aufgrund der Ferien blieb ihnen nur wenig Zeit, sich mit dem Notenmaterial zu beschäftigen.

Schulleiterin Monika Hahn begrüßte die Besucher im vollbesetzten Pädagogischen Zentrum (PZ) der Gesamtschule und bewunderte die jungen Musiker für ihr großes Engagement. Bereits zum dritten Mal war das Landespolizeiorchester in der Gesamtschule zu Gast. „Es ist immer wieder ein Abenteuer“, meinte Hahn. „Ich hoffe, dass Sie diese Tradition wiederholen werden“, sagte Dirigent Scott Lawton, der sich ebenfalls über das volle Haus sehr freute. „Es ist großartig, was die jungen Leute in den Workshops zu Wege gebracht haben. Es gibt kaum etwas besseres, als gemeinsam Musik zu machen. Wo Musik spielt, da geschieht kein Unheil“, betonte Lawton.

Locker plaudernd führte der Dirigent dann durch das Programm. So erfuhren die Besucher auch die Antwort auf eine Frage, die dem Dirigenten inzwischen unzählige Male gestellt wurde: Dass sie nämlich keine „echten“ Polizeibeamten seien, sondern professionelle Musiker, die die Polizei repräsentieren und daher in Polizeiuniformen auftreten. Sie nehmen landesweit repräsentative Aufgaben wahr, veranstalten Benefizkonzerte und führen Workshops an Schulen durch.

Heiter und beschwingt begannen die Musiker dann das Konzert mit der Ouvertüre zur „Fledermaus“ von Johann Strauß. Mit den bekannten russischen Melodien, dem Waltz Nr. 2 von Schostakowitsch und der Komposition von Sergei Sergejewitsch Prokofjew aus „Romeo und Julia“ setzte das Orchester die musikalische Reise fort. Das Publikum war begeistert und applaudierte nach jedem Stück. Mit bekannter und beliebter Westernmusik und schwungvollen brasilianischen Sambaklängen, Krimi-Musik aus Film und Fernsehen, wie dem „Rosaroten Panther“, und Melodien aus „Star Trek“ intonierten die Musiker ein wahres Feuerwerk an packender Blasmusik. Mit der bekannten und beliebten Komposition „Pomp and Circumstance“ von Edward Elgar, die fast so beliebt ist wie die englische Nationalhymne, beendete das Orchester den ersten Teil seines grandiosen Konzerts.

Im Anschluss zeigten die 98 jungen Musiker der Bläserklasse, was sie in ihren Workshops einstudiert hatten. Es waren so viele Mädchen und Jungen, dass der Platz auf der Bühne für sie nicht ausreichte und einige von ihnen davor Platz nehmen mussten.

Mit großem Eifer intonierten die Bläserklassen amerikanische Marschmusik, fetzige Schlagerrhythmen, die Komposition aus dem Film „Aladin“ sowie „Y.M.C.A.“, den bekannten Disco-Song der US-amerikanischen Band Village People. Mit der Filmmusik aus „Der Fluch der Karibik“ stellten die Schüler noch einmal ihr beeindruckendes Können unter Beweis. Natürlich verlangte das begeisterte Publikum von den jungen Musikern eine Zugabe. Und so wiederholten die Fünf- bis Achtklässler zwei ihrer vorgetragenen Kompositionen.

Abschließend bedankte sich Sebastian Hase, einer der drei Musiklehrer, der die Workshops begleitete, mit einem bunten Blumenstrauß beim Dirigenten.

Bärbel Schlicht

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