Bürger machen ihr Kreuzchen schon jetzt im Rathausfoyer

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Die Zahl der Briefwähler ist bislang etwas geringer als sonst, erklären Dorette Vormann-Berg und Anja Kluth.

KIERSPE - Eigentlich wollte Hans Neunz gestern nur seine Briefwahlunterlagen im Rathaus abholen und dann zuhause in aller Ruhe sein Kreuzchen machen, aber dann nutzte er doch wie viele andere die Chance, schon jetzt in der Wahlkabine im Rathausfoyer zu wählen. Das war ganz problemlos. „Ich mache seit vielen Jahren Briefwahl sagt er, froh, sich so auch am 22. September den Weg ins Wahllokal zu ersparen.

Von Rolf Haase

Beantragt hatten die Briefwahl in Kierspe bis gestern Morgen um 10 Uhr 1793 Wahlberechtigte, das sind etwas weniger als sonst. „Schließen lassen könnte das entweder auf eine geringere Wahlbeteiligung oder einfach nur darauf, dass doch mehr ins Wahllokal gehen wollen“, erläutern Hauptamtsleiterin Dorette Vormann-Berg und die für die Wahldurchführung im Rathaus zuständige Mitarbeiterin Anja Kluth. Zurückgekommen sind bislang rund 600 Briefwahlunterlagen, davon hat rund die Hälfte der Bürger direkt im Rathaus das Kreuzchen auf dem Stimmzettel gemacht.

Zurzeit hat Anja Kluth eine Menge zu tun, um die Wahlscheinanträge abzuarbeiten, die Daten einzulesen, die Unterlagen auszudrucken und einzutüten. Die Wahlvorstände mit insgesamt 160 Wahlhelfern, die zwischen 20 und über 70 Jahre alte sind, sind komplett. Es gibt diesmal etwas weniger, weil es nur eine Wahl ist und die Kommune die Kosten reduzieren will. „Aber es sind überwiegend wieder bewährte und routinierte Wahlvorstände, so dass für einen reibungslosen Ablauf gesorgt ist“, so Kluth. Zur Wahlunterweisung am Freitagabend, 20. September, um 19 Uhr werden erstmals nicht nur die Wahlvorstände, sondern auch die Schriftführer eingeladen. „Denn die geht das ja eigentlich besonders an, weil sie vor allem für das Ausfüllen der Niederschrift zuständig sind“, so Vormann-Berg und Kluth. Außerdem wird bei dem Treffen dann neben allgemeinen organisatorischen Angaben auch grundsätzlich zum Ablauf des Wahlsonntags, zu Vorschriften und zum Auszählen der Stimmen etwas gesagt.

Die Vorbereitung der Inhalte der Wahlkoffer läuft derweil ebenfalls schon, doch sollen sie voraussichtlich erst in der kommenden Woche gepackt werden. Stifte, Schlösser für die Urnen, Umschläge, Schmierpapier, die Rechtsgrundlagen und Merkblätter, alles liegt im Raum C auf den Tischen ausgebreitet bereit. Abschließend gepackt werden die Koffer ohnehin erst am Freitagabend vor der Wahl, weil dann das Wählerverzeichnis geschlossen ist und die Zahl der Wahlberechtigten und Briefwähler endgültig feststeht und auch bereits mit dem neuen Programm eingegeben und für die Wahlvorstände ausgedruckt werden kann, wie es diesmal geplant ist, „Wer trotz Beantragung der Briefwahl noch ins Wahllokal gehen will, muss seinen Wahlschein mitnehmen“, erläutert Anja Kluth.

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