Praktikum in der Stadtbibliothek Kierspe

Ein wahrlich zauberhafter Ort

Praktikum Stadtbücherei Kierspe
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Medien ausleihen und zurückbuchen gehört auch für den Praktikanten zum Tagesgeschäft in der Stadtbibliothek Kierspe.

Das Praktikum ist fast zu Ende. Gut zwei Wochen hat der 16-jährige Jan Rosenhof, Schüler am Evangelischen Gymnasium Meinerzhagen, in der Stadtbibliothek Kierspe verbracht. Seine Erfahrungen teilt er mit den Lesern der MZ:

Kierspe - Ich habe mir schon immer die Frage gestellt: „Wie sieht es eigentlich hinter der Theke aus?“ Für mich war das ungefähr so, als wenn man beim Theater hinter die Kulissen schauen würde, und als dann das Betriebspraktikum der Schule anstand, fiel mir die Entscheidung für die Stadtbibliothek Kierspe nicht schwer. Ich werde sonst wahrscheinlich nie wieder die Möglichkeit bekommen, in so einem Betrieb den Arbeitsalltag mitzuerleben.

Das Highlight war meiner Meinung nach das Schreibenlernen an der Schreibmaschine.

Jan Rosenhof, Praktikant

Und so kommt es, dass ein Schüler der „EF“ (Einführungsphase) einer 70-jährigen Frau das neueste Buch von Jojo Moyes empfiehlt, findet und ausleiht. Durch die Größe der Bibliothek ist es mir möglich geworden, alle Arbeitsbereiche kennenzulernen und auszuführen. Egal ob es das Raussuchen von CDs, das Katalogisieren von Büchern, das Lesen von Rezensionen, oder neue Buchbestellungen sind – man hat immer was zu tun in der Bücherei. Dies sorgt für Abwechslung und einen lehrreichen Arbeitsalltag.

Früher in allen Büros vorhanden, für heutige Jugendliche geradezu antik – die Schreibmaschine.

Das Highlight war meiner Meinung nach das Schreibenlernen an der Schreibmaschine. Die wird in der Stadtbibliothek benutzt zum Etikettieren oder zum Ausstellen von neuen Ausweisen. Es war für mich fast etwas wie aus einer anderen Welt und diese Erfahrung lässt sich woanders auch kaum nachholen. Allein das Einspannen des Papiers ist unvergleichlich. Das Öffnen eines Office-Programms ist dagegen etwas ganz anderes und allein aus diesem Grund kann ich ein Praktikum in einer Bibliothek wärmstens empfehlen.

Was manche Leute vielleicht nicht wissen ist, dass in Büchereien auch außerhalb der Öffnungszeiten Betrieb herrscht. Dieser sogenannte „Bürotag“ oder die „Bürozeit“ wird genutzt, um die Bibliothek in Ordnung zu halten und Verwaltungsaufgaben zu erledigen.

Viel Kontakt mit Menschen

Außerdem muss man lernen, mit verschiedenen Menschengruppen zu arbeiten. Egal ob es Schüler, Lehrer, Erwachsene oder Kleinkinder sind, man sollte immer die passende Begegnungsweise und natürlich Hilfsbereitschaft anbieten. Dazu gehört auch bei Ausdrucken am öffentlichen PC zu helfen oder ein Wörterbuch auszugeben. Man steht viel in Kontakt mit Menschen aus allen Lebensbereichen und das ist bereichernd für den sozialen Umgang und das Wohlbefinden in dieser Einrichtung.

Jan Rosenhof absolvierte ein Praktikum in der Stadtbibliothek Kierspe.

Der Aufenthalt in der Stadtbibliothek soll so angenehm wie möglich gestaltet werden und das sollte auch so beibehalten werden, vor allem, da die Bibliothek sich weiterentwickelt. Sie wird allmählich von einem Ort, wo man nur Bücher ausleihen kann, zu einem sozialen „dritten Ort“, wo sich Menschen aller Gruppen und Altersklassen treffen und austauschen können. Die Bibliothek ist ein wahrlich zauberhafter Ort und ich hoffe, dass sie noch über Generationen hinweg weiterhin genutzt wird.

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