Jahreshauptversammlung der Waldbesitzer

Mit einem Geschenk für die langjährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender in der Forstbetriebsgemeinschaft wurde Heinrich Gelzhäuser (rechts) von seinem Nachfolger Bernd Stubenrauch auf der Sitzung der Gemeinschaft offiziell verabschiedet.

KIERSPE/RÖNSAHL ▪ Nach zwei großen Stürmen laufen die Aufforstungen im Wald in vollem Umfang. Das wurde bei der Sitzung der Forstbetriebsgemeinschaft deutlich. Außerdem wühlte die Gemeinschaft einen neuen Vorsitzenden.

Unspektakulär, dabei allerdings durchaus positiv, so zog sich das durch die verschiedenen Tätigkeitsberichte, die anlässlich der am Dienstagabend im Gasthof Bisitz/Höckinghausen stattgefundenen Jahreshauptversammlung gegeben wurden, verlief das vergangene Geschäftsjahr der Forstbetriebsgemeinschaft Kierspe- Rönsahl.

So listete Vorsitzender Heinrich Gelzhäuser in seinem Bericht zahlreiche Kontakte auf, die der Vorstand zu gleichgelagerten und übergeordneten Organisationen auf dem Holzmarkt pflegte und erwähnte auch die erfolgreiche Durchführung eines Motorsägen-Lehrgangs. Im gewohnt soliden Rahmen stellte sich das finanzielle Bild der FBG dar, wie Geschäftsführer Klaus Müller anhand des vorgelegten Zahlenmaterials belegen konnte.

Allerdings standen bei den anstehenden Vorstandswahlen einige Veränderungen ins Haus. So stellte sich der langjährige Vorsitzende Heinrich Gelzhäuser nicht für eine neue Wahlperiode zur Verfügung, auch die bisherigen Vorstandsmitglieder Carsten vom Lehn sowie Karl-Otto Crummenerl, dem die Versammlung für dessen fast 40-jährige Mitarbeit im Vorstand dankte, machten für jüngere Nachrücker Platz.

Die fanden sich in Person von Peter Schulz, Lars Jentsch und Peter Proksch, die jeweils ohne Gegenstimmen in den Vorstand gewählt wurden. Einmütig gestaltete sich auch die Wahl von Bernd Stubenrauch zum neuen Vorsitzenden. Ihm zur Seite stehen wie bisher Johannes Moddemann als 2. Vorsitzender sowie ferner auch Fritz-Hermann Schriever und Dieter Loskand.

Rasch abgehandelt war auch die im Vorfeld angekündigte moderate Beitragserhöhung zur Aufrechterhaltung eines geregelten Geschäftsbetriebs, der die Versammlung vorbehaltlos zustimmte.

Ein positives Gesamtbild hinsichtlich des Geschäftsbetriebs der FBG im vergangenen Jahr und des Holzmarktes insgesamt zeichnete Forstbetriebsbeamter Uwe Treff. Er berichtete darüber, dass im hiesigen Bereich insgesamt 42 000 Euro an Förderungsmitteln zur Verfügung gestellt wurden, die zur Wiederaufforstung und Neuanlage von Forstkulturen sowie in den Waldwegebau nach Kyrill geflossen sind. Insgesamt konnten 30 000 Pflanzen, vornehmlich Rotbuche, Eiche, Lärche und Douglasie gesetzt und damit eine gute Durchmischung von Neukulturen erreicht werden. Allerdings, so hieß es weiter, laufe das Förderungsprogramm des Landes nach Kyrill in Bälde aus, wogegen die Möglichkeit, Waldflächen zu kalken, wieder stärker ins Kalkül gezogen werden. Interessenten dafür sollten sich melden.

Per Saldo überaus positiv, so war weiter zu vernehmen, verlief die Entwicklung auf dem Holzmarkt. Bedingt durch die steigende Nachfrage der Sägewerke, insbesondere in Bezug auf Fichtenstammholz, seinen dafür auch derzeit gute Preise zu erzielen, während Laubholz nur sehr begrenzt gefragt sei.

Die gleiche positive Tendenz ließ auch der Bericht von Forstoberinspektor Bernd Schmitt als Chef des Regionalforstamtes Sauerland erkennen. Die insgesamt zwanzig vom Regionalforstamt betreuten Forstbetriebsgemeinschaften mit rund 3000 Mitgliedern, wozu auch Kierspe- Rönsahl zählt, gelten als wirtschaftlich starke Gemeinschaft, die sich über insgesamt 523 Hektar wiederaufgeforsteter Waldfläche und 32 Kilometer neu gebauter Waldwege freuen, wie es abschließend hieß. ▪ cr

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