Rönsahler Landfrauen blicken auf eigene Geschichte

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Der Vorstand der Rönsahler Landfrauen mit (von links) Yvonne Bettag, Gabi Hagen, Elke Clever, Ute Velten, Anke Crone, Martina Weiler. Nicht im Bild: Petra Raspe, Brigitte Escher. Nicht anwesend: Antje Berg.

Rönsahl – Die Geselligkeit genießen, die Zukunft in den Blick nehmen und dabei das Vergangene bewahren – so gestalteten die Rönsahler Landfrauen ihre Mitgliederversammlung.

Die Hälfte der inzwischen 78 Landfrauen war dazu ins evangelische Gemeindehaus gekommen und verbrachte gemeinsam den Nachmittag bei Kaffee, Schnittchen und Kuchen. Denn das Treffen gestaltete sich etwas länger: Der eigentlichen Jahreshauptversammlung vorgeschaltet war ein Vortrag, den Brigitte Rubel und Barbara Löffler hielten.

Unter dem Titel „70 Jahre Westfälisch Lippischer LandFrauenverband“ berichteten sie über die Nachkriegsgeschichte des Frauenverbandes, der sich auch in Kierspe im Laufe der Jahrzehnte zu einem Schwergewicht innerhalb der Vereinslandschaft gemausert hat. 1948 wiedergegründet, brachte vor allem das Jahr 1975 einen Einschnitt: Damals wurden die Ortsvereine selbständig. Dabei waren die Rönsahler Landfrauen auch auf Kreisebene immer aktiv, wie die beiden Referentinnen aus eigenem Erleben berichten konnten. Brigitte Rubel war nicht nur von 1982 bis 2010 Vorsitzende des Rönsahler Ortsvereins, sondern auch lange Jahre stellvertretende Kreisvorsitzende. Und Barbara Löffler war für den Kreisverband über 20 Jahre hinweg als Geschäftsführerin tätig. Vor allem der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit, dem Brigitte Rubel ebenfalls angehört hatte, trieb den Bekanntheitsgrad der Landfrauen energisch vorwärts. Erfolgreich waren unter anderem die Publikationen der Landfrauen: Allein das „Kartoffelbuch“ mit vielen Informationen und Rezepten erlebte mehrere Auflagen. Mehrere Fotoalben mit Zeitungsausschnitten und Fotos aus vergangenen Jahrzehnten machten während der Versammlung die Runde und stießen auf reges Interesse. Für die Gegenwart war der Vorstand zuständig. Kassiererin Elke Clever konnte von einer gut gefüllten Kasse berichten. Zum finanziellen Erfolg des Vereins trägt dabei vor allem das Landfrauencafé beim Weihnachtsmarkt bei.

Mit den Einnahmen finanzieren die Frauen ihre unterschiedlichen vereinsinternen Aktivitäten: Filmabende und Tagesausflüge, Wanderungen und Weihnachtsfeiern. Aber sie spenden auch, und auf Vorschlag von Gabi Hagen sollen in diesem Jahr 500 Euro einem Projekt zugute kommen, das die Caritas Gummersbach in einem Frauenhaus initiiert. Näheres über die Arbeit der Frauenhäuser wollen die Landfrauen im Rahmen eines Vortrags erfahren. Über das Programm informierte Ute Velten, Yvonne Bettag wies auf die Datenschutzverordnung hin, die auch die Vereinsarbeit betrifft. Persönliche Daten würden nicht weitergegeben – und Geburtstage würden ohnehin hauptsächlich zu einem Zweck gespeichert: um das Gratulieren nicht zu vergessen.

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