Weihnachtszelt reißt Loch in Kasse

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Der Vorstand des Reservezuges des Kiersper Schützenvereins bleibt unverändert. –

KIERSPE – Dicht gedrängt saßen am Montagabend die Reservisten des Kiersper Schützenvereins bei ihrer Jahreshauptversammlung im Dorfbrunnen. Vor allem die Großveranstaltungen der vergangenen Monate – Haunerbusch on the Rocks und der Weihnachtsmarkt – boten viel Diskussionsstoff. Dabei waren das nur zwei Termine auf einer zwei Seiten langen Liste von Veranstaltungen, die die Schützen in den vergangenen zwölf Monaten gestemmt hatten. Von Birgitta Negel-Täuber

Über den Weihnachtsmarkt und – damit verbunden – über den Kassenbericht hätten die Schützen am liebsten überhaupt nicht gesprochen. Das Weihnachtszelt auf dem Hedberg hatte sich zu einem kapitalen Reinfall entwickelt, der dem Reservezug ein dickes Minus bescherte. Allein 4800 Liter Heizöl waren in den zwei Wochen, in denen das Zelt stand, verbrannt worden, nur um es dann doch nicht warm zu bekommen. „Ein zweites Mal können wir uns so was nicht leisten“, resümierte der Vorstand, wobei sich alle einig waren, dass es eine Wiederholung definitiv nicht geben wird.

Kritik am Vorstand kam trotzdem nicht auf. „Der Reservezug hat den Beschluss mitgetragen“, bekräftigten gleich mehrere Mitglieder. „Wir wussten ja, dass ein unternehmerisches Risiko damit verbunden war.“ Auf das Motiv hinter der ganzen Aktion wiesen die Schützen ebenfalls hin: Nicht für den eigenen Verein, sondern für die Stadt Kierspe war das Zelt gedacht gewesen.

„Fantastischer Umsatz“ bei Haunerbusch on the Rocks

Ein Lichtblick war da der „fantastische Umsatz“ bei Haunerbusch on the Rocks am vergangenen Wochenende. Mike Reimers war voll des Lobes über die gelungene Veranstaltung mit vollem Haus sowie gut und schnell funktionierenden Arbeitseinsätzen. Nach der immerhin schon vierten Party dieser Art hat sich eine gewissen Routine eingestellt. „Jeder weiß, was zu tun ist.“ Diskussionen gab es über die Musik, wobei sich alle einig waren, dass auch in Zukunft eine Cover-Band aufspielen soll. Mit der altersmäßigen Mischung des Publikums waren die Schützen ebenfalls zufrieden, wollen aber ihre Werbung in Zukunft verstärkt über die sozialen Netzwerke, vor allem Facebook, laufen lassen. Ein weiteres Fazit: Es lohne sich nicht, schon um 19 Uhr anzufangen, wenn die meisten Besucher erst am späteren Abend kommen. Auch über andere Aktivitäten des Reservezugs, vom Sterne-Aufhängen im Advent bis zum Public Viewing, wurde diskutiert und im ein oder anderen Fall Verbesserungen angemahnt.

Für die nächsten Monate ist der Terminplan noch überschaubar. Neben der Teilnahme am Königsball in Hülscheid, dem Ostereierschießen und dem Vatertagsausflug steht am 13. Mai die Reservezugsitzung auf dem Schießstand mit anschließendem Pokalschießen auf dem Programm.

Gewählt wurde am Montagabend auch. In offener Wahl wurden Schriftführer Thomas Haase und Verbindungsmann Thomas Axt für die nächsten zwei Jahre einstimmig wiedergewählt. Als Kassenprüfer rückte Michael Kieberger nach. Rüdiger Busch übernahm es, im Namen der Versammlung dem Vorstand für seine Arbeit zu danken und nahm in einem Atemzug den ganzen Reservezug in die Pflicht. „Ein Vorstand ist nur so gut wie die Meute, die ihn trägt.“

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