Jahreshauptversammlung der heimischen Jäger

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Auch in diesem Jahre standen Ehrungen beim Hegering an. Schon 50 Jahre halten Joachim Loges und Horst Pankow, dem Hegeringleiter Matthias Heveling die entsprechende Ehrenurkunde nebst dazugehöriger Nadel überreichte, der Gemeinschaft die Treue. ▪

KIERSPE/RÖNSAHL ▪ Dem Naturschutz und der Hege des Wildbestandes fühlen sich die heimischen Jäger des Hegerings Kierspe-Rönsahl verpflichtet. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung des Hegerings deutlich.

„Summa cum laude“. So lautet das Fazit, das die im Hegering Kierspe- Rönsahl vereinte Gemeinschaft der Jäger und Jagdbeauftragten anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung ziehen konnte. Eindeutig und klar die Zielrichtung der Jägerschaft, die sich den auf vielen Ebenen praktizierten Naturschutz auch im Berichtszeitraum auf die Fahnen geschrieben hatte und in bewährter Weise auch weiterhin praktizieren will. Das zog sich als roter Faden durch die Tätigkeitsberichte, die Vorstand und die einzelnen Abteilungsleiter vor den in großer Zahl versammelten Jagdfreunden erstatteten.

So freute sich Hegeringleiter Matthias Heveling, der über ein insgesamt ohne besondere Vorkommnisse verlaufenes, dennoch aber arbeitsintensives Jahr berichten konnte. Nach Informationen über Geschehnisse auf Bundes- und Landesebene mit dem nunmehr erfolgenden stufenweisen Abbau der Jagdsteuer wie auch vorgesehenen Änderungen im Landesjagdschutzgesetz kam Heveling auf das Geschehen im eigenen Hegering zu sprechen. Gemeinsam rückten die Jäger dem Fuchs auf den Pelz, veranstalteten eine revierübergreifende Drückjagd mit dem Ziel, die Wildschweinpopulation zu dezimieren und freuen sich über den jetzt installierten eigenen Auftritt im Internet.

Dem allgemeinen Trend angepasst, war im Berichtszeitraum ein spürbarer Rückschritt beim Jagderfolg aufs Wildschwein zu vermelden. Nur 77 Schwarzkittel (gegenüber 236 im Vorjahr) gingen den Jägern vor die Flinte. Die vorgegebenen Abschussquoten wurden durchweg erreicht beim Fuchs (98), auch elf Hasen, ein Marder, zwölf Dachse, 13 Enten, sechs Kormorane, 77 Krähen, neun Elstern und 241 Tauben wurden geschossen. 31 Prozent des gesamt freigegebenen Abschusses waren als so genanntes Fallwild zu beklagen, kam also durch Autofahrer um.

Gut gewirtschaftet hat einmal mehr Kassenwarte Gerhard Jentsch. Über rege Öffentlichkeitsarbeit informierte Obmann Klaus Pokrandt. Die wurde unter anderem durch die rollende Waldschule hergestellt und soll in diesem Jahr mit einem Stand auf der Landesgartenschau wirksam unter Beweis gestellt werden. Sam Reppel und seine Bläsercrew hielten die Sparte „Jagdliches Brauchtum“ in Ehren, und Ulrich Reppel konnte über erfolgreiche Lehrtätigkeit im Hundewesen informieren wie das in gleicher Weise auch der von Jan Hettesheimer verfasste Bericht über das Schießwesen aussagte. Hoch im Kurs steht der praktizierte Naturschutz im Hegering, so wie er im Arbeitskreis Natur- und Umweltschutz unter Leitung von Wilhelm Heveling zum Ausdruck kommt. Biotop- und Feuchtwiesenpflege, Anlage und Rückschnitt von Vogelschutzhecken sowie die Anlage eines Krötenschutzzaunes, dies zum Teil in enger Zusammenarbeit mit dem BUND und dem Märkischen Kreis, bildeten abermals einen Schwerpunkt.

Kreis- Veterinärarzt Dr. Jobst- Ulrich Trappe sprach sich lobend über den Einsatz bei der aktiven Bekämpfung der Schweinepest aus. Die Gefahr sei aber noch keineswegs gänzlich gebannt sei. Aus diesem Grunde sollen am 14. Mai und am 11. Juni sowie am 3. Sept. und am 1. Okt. nochmals Beköderungsaktionen stattfinden.

Mit der anstehenden Ehrung für langjährige Mitglieder des Hegerings sowie der Bekanntgabe einiger Termine, unter anderem der am 23. April in Neuenrade stattfindenden JHV der Kreisjägerschaft, sowie der anschließend angesagten Trophäenschau klang die Versammlung aus. ▪ cr

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