Hegering: Praktizierter Umweltschutz

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Auch in diesem Jahr standen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften beim Hegering Kierspe-Rönsahl an. So zählen Martin Käseberg und Rolf Frigo (fehlt auf dem Bild) bereits seit 25 und Hans Böllinghaus schon seit 50 Jahren zu den verlässlichen Stützen der Jäger-Gemeinschaft.

Kierspe/Rönsahl - Zufrieden zeigte sich die im Hegering Kierspe-Rönsahl vereinte Gemeinschaft der Jäger und Jagdbeauftragten anlässlich ihrer am Samstagabend auf Gut Haarbecke stattgefundenen Jahreshauptversammlung. Eindeutig und klar die Zielrichtung des Hegerings, der sich den Naturschutz auf die Fahnen geschrieben hatte. Das zog sich als roter Faden durch die Tätigkeitsberichte, die Vorstand und die einzelnen Spartenleiter erstatteten.

Von Rainer Crummenerl

So freute sich Hegeringsleiter Matthias Heveling, der neben den eigenen Mitgliedern auch Vertreter von Kreisjägerschaft willkommen heißen konnte, über ein insgesamt ohne besondere Vorkommnisse verlaufenes, dennoch aber arbeitsintensives Jahr berichten zu können. Nach Informationen über jagdpolitische Geschehnisse auf Bundes- und Landesebene und hier speziell mit Blickrichtung auf die von der Jägerschaft sehr kritisch betrachtete vorgesehene Novellierung des Landesjagdgesetzes mit dabei festzustellenden neuen Erschwernissen für die Ausübung der Jagd, so Heveling, kam er auf das Geschehen im eigenen Hegering zu sprechen.

Beim schon traditionellen Fuchsansitz im Sommer rückten die Jäger dem Rotrock auf den Pelz. Sie veranstalteten im November wiederum eine revierübergreifende Drückjagd, an der insgesamt elf Reviere beteiligt waren mit dem Ziel, die auch im heimischen Raum erhebliche Wildschweinpopulation zu dezimieren. Das Ergebnis galt trotz erschwerter Bedingungen wegen des fehlenden Schnees als durchaus zufriedenstellend.

Der gegebene Streckenbericht sagte zudem aus, dass im Rahmen der vorgegebenen Abschussquoten übers Jahr 101 Böcke, 86 Ricken und 72 Kitze geschossen wurden. 65 Stück Schwarzwild, 86 Füchse gingen den Jägern vor die Flinte, auch sieben Hasen, zwei Marder, 17 Dachse, zwei Waschbären, 14 Enten, 56 Krähen, acht Elstern und 150 Tauben wurden geschossen. Als relativ erfreulich wurde die Tatsache angesehen, dass „nur“ 22 Prozent des gesamt freigegebenen Abschusses durch Unfälle mit Kraftfahrzeugen ums Leben gekommen seien.

Hegering-Vorsitzender Matthias Heveling informierte über das Vereinsjahr.

Über rege Öffentlichkeitsarbeitsarbeit informierte Obmann Klaus Pokrandt. Die wurde unter anderem durch die Rollende Waldschule hergestellt, die Wildhüter waren präsent bei Jubiläen in der Nachbarschaft und hielten intensiven Kontakt zu den Kiersper Schulen. Sam Reppel und seine Bläsercrew hatten bei verschiedenen Anlässen die Möglichkeit, die Sparte „Jagdliches Brauchtum“ in Ehren zu halten, und Oliver Land beziehungsweise Uli Reppel konnten über erfolgreiche Lehrtätigkeit im Hundewesen informieren – wie das in gleicher Weise auch für den von Jan Hettesheimer verfassten Bericht über das Schießwesen galt.

Hoch im Kurs steht der praktizierte Naturschutz im Hegering, so wie er nicht zuletzt im Arbeitskreis Natur- und Biotopschutz unter Leitung von Wilhelm Heveling zum Ausdruck kommt. Biotop- und Feuchtwiesenpflege, so wie die Entfichtung einer FFH-Fläche im Wienhagen, Anlage und Rückschnitt von Vogelschutzhecken, die Betreuung eines Krötenschutzzaunes, dies zum Teil in enger Zusammenarbeit mit dem BUND und dem Märkischen Kreis, vor allem aber die Hege der wenigen im Stadtgebiet vorhandenen Vorkommen des unter strengem Naturschutz stehenden seltenen Schwarzstorches sowie des Roten Milans bildeten abermals Schwerpunkte im Aktionsprogramm, das sich im Wesentlichen auf Pflege und Erhalt bestehender Projekte erstreckte.

Mit der anstehenden Ehrung für langjährige Mitglieder, der Bekanntgabe einiger Termine sowie der anschließend angesagten Trophäenschau klang die Versammlung aus. -

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