Im Musikexpress von Borkum nach Nashville

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Da blieb kein Auge trocken: Wieder einmal zeigte sich, dass Aktionen aus der eigenen „Ideenkiste“ stets zu den Höhepunkten beim Werkstattfest zählen. So auch, als der „Borkum Boy“, alias Hans Ullrich, die Insel seiner Träume besang. ▪

RÖNSAHL ▪ Wenn das nicht geradezu einer „Punktlandung“ glich: Hatten die Verantwortlichen für das Jahresfest der Märkischen Werkstätten in Rönsahl noch am Samstagmorgen ob der schon seit Tagen dichten Wolkendecke und manch ergiebigen Regengusses sorgenvolle Blicke gen Himmel schicken müssen, so besserte sich die Lage um die Mittagsstundenschlagartig. Weggeblasen wie die Regenwolken waren plötzlich auch die Sorgenfalten auf der Stirn der Verantwortlichen für das Sommerfest der Märkischen Werkstätten in Rönsahl. Das wohl wichtigste Ereignis im Jahreskalender vor allem für die hier beschäftigen Menschen mit Behinderungen konnte wie geplant steigen.

Neben Eltern und Verwandten hatten es sich auch zahlreiche Freunde der Einrichtung aus Dorf und Stadt nicht nehmen lassen, in gewohnter Weise mit dabei zu sein und damit ihre Verbundenheit mit der Einrichtung als solcher und den Menschen, die hier arbeiten und damit mit zum dörflichen Alltag gehören, zu bekunden. Manches anerkennende Wort gab es für die viele Arbeit, die sich das Mitarbeiterteam um Organisationsleiter Hans Ullrich wiederum gemacht hatte.

Denn abermals erwartete ein in sich ausgewogenes und in den einzelnen Programmpunkten wohl aufeinander abgestimmtes Non-Stop-Unterhaltungsprogramm die zahlreichen Gäste, die am Samstagnachmittag der Einladung zum Jahresfest der Märkischen Werkstätten in Rönsahl gefolgt waren. Hüpfburg für die Kleinsten, auch die nostalgische Kindereisenbahn, die stets voll besetzt ihre Runden durch die Dorfstraßen zog, eine mit vielen schönen und für kleines Geld zu erstehenden Preisen bestückte Tombola, für die sich das Glücksrad drehte, das beliebte Ratespiel mit Gewinnmöglichkeiten, standen für gute Unterhaltung.

Dies galt ebenso für die vom Country Western & Linedance Club „Longhorn Stomper“ aus Lüdenscheid dargebotenen Tanzvorführungen mit anschließendem Workshop und erst recht für die von „Roger Whitacker und Co.“, alias Hans Lorenz und Kollegen aus dem Mitarbeiterstab der Werkstätten, gekonnt dargebotenen Parodien auf bekannte Songs auf dem Schlagerhimmel. Diesbezüglich hatten zuvor Schlagersänger „Charlie“, in früheren Jahren mit Tom Astor unterwegs, sowie Kollege Lars Nielsen mit jeder Menge Countrysongs und so manchem „Ohrwurm“ aus den 60er und 70er Jahren im Gepäck, für prima Stimmung gesorgt.

Auch für das leibliche Wohl war wiederum bestens gesorgt. Eine mit mehreren „Stationen“ bestückte „Schlemmermeile“ lockte mit leckeren kulinarischen Genüssen, und wer´s etwas Beschaulicher mochte, der konnte sich an Kaffee und Kuchen in der werkseigenen Caféteria gütlich tun.

Bei allem blieb viel Raum für Veranstalter und Gäste, um miteinander ins Gespräch zu kommen und die Erkenntnis reifen zu lassen, dass die Märkischen Werkstätten, die dort arbeitenden Menschen und eben auch das Werkstatt-Jahresfest als solches dem Anspruch, „Fest im Dorf“ (verankert zu sein), auch an diesem Tage durchaus gerecht werden konnten. ▪ cr

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