Genehmigung vor 150 Jahren

Ausstellung über die Geschichte der Sparkasse Kierspe

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Auf vielen Schautafeln kann die Entwicklung von Geld und Geldinstitut im Kiersper Raum nachverfolgt werden.

Kierspe – Die Sparkasse Kierspe feiert Geburtstag, denn vor 150 Jahren, am 19. Februar 1869, wurde das Geldinstitut vom preußischen Staatsminister genehmigt, nachdem Amtmann Carl Wehner zuvor die dazu notwendige Satzung ausgearbeitet hatte.

Für Heimatpfleger Ulrich Finke war das Jubiläum Grund genug, auf die Sparkasse zuzugehen und eine Ausstellung über diesen langen Zeitraum vorzuschlagen; gestern wurde sie in der Hauptstelle des Geldinstituts eröffnet.

Die vielen Exponate mit zahlreichen Textbeiträgen sind ganz überwiegend selbsterklärend. Münzen, Geldscheine, Sparbücher, Fotos und Spardosen machen ein Stück Wirtschafts- und Sozialgeschichte der heimischen Region sichtbar. 

Deutlich wird dadurch auch, dass Währungen aller Art zeitlich äußerst begrenzt sind und eng mit den jeweiligen politischen Entwicklungen zusammenhängen. Finke hat „Stüber“ aus Jülich-Cleve-Berg, preußische Doppeltaler und mittelalterliche Silberpfennige zusammengetragen. Sogar Cent gab es schon – die hatte König Jerome von Westfalen während der kurzen Zeit napoleonischer Herrschaft prägen lassen. Es war deshalb nur konsequent, dass auch ein Starter-Kit mit dem derzeit gültigen Euro gezeigt wird.

Die ersten Sparkassen entstanden im 18. Jahrhundert, seitdem können auch „einfache Leute“ ihr bisschen Geld zinsbringend anlegen – sofern es nicht durch Inflation entwertet oder durch Kriegsanleihen zwangsweise eingezogen wird.

Die Ausstellung kann in den kommenden vier Wochen während der Öffnungszeiten der Hauptstelle besichtigt werden. Für Gruppen und Schulklassen steht Ulrich Finke auch für Führungen zur Verfügung.

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