85 Jahre Landeskirchliche Gemeinschaft

Auch musikalische Beiträge gehörten zum Jahresfest der Landeskirchlichen Gemeinschaft.

KIERSPE ▪ Große Feier in Kierspe-Bahnhof.

Zum 85. Jahresfest der evangelischen Landeskirchlichen Gemeinschaft Kierspe-Bahnhof begrüßte der Vorsitzende Lothar Eckes kürzlich zahlreiche Gäste im Gemeindehaus der Christuskirche. Mit sehr persönlichen Erfahrungen, die er jüngst im Zuge einer lebensbedrohlichen Erkrankung machte, stimmte Eckes auf das diesjährige Thema „Lob und Dank“ ein. Für den musikalischen Auftakt sorgten der Posaunenchor des CVJM mit dem „Turmsonatensatz“ und der gemischte Chor der Landeskirchlichen Gemeinschaft unter der Leitung von Jürgen Lebershausen mit dem Lied „Zuerst ein Lob für dich“.

Grußworte des Presbyteriums und der Kirchengemeinde überbrachte Pfarrer Reiner Fröhlich. In seiner Ansprache bezeichnete er die Landeskirchliche Gemeinschaft als ein Werkzeug, mit dem Gott Gutes in der Gemeinde bewirke. Mit „Lass dich nicht vom Bösen überwinden“ brachten die Anwesenden die Jahreslosung 2011 als vierstimmigen Kanon zu Gehör.

Bereits am Vormittag hatte Pastor Klaus Jürgen Diehl aus Wetter einen Gottesdienst in der Kirche gehalten. Am Nachmittag griff er in seiner Festansprache das Thema „Lob und Dank“ erneut auf und stellte das Danken besonders heraus. Diehl verdeutlichte, dass Denken und Danken dieselbe sprachliche Wurzel haben und leitete daraus die These ab: „Wer dankt, hat sich mit etwas auseinandergesetzt, er hat sich Gedanken darüber gemacht.“ Der Pastor ermunterte dazu, die positiven Kleinigkeiten des Alltags bewusster wahrzunehmen und dafür dankbar zu sein. „Auch wenn wir das heute gerne denken, unser Leben ist nicht unserer Tüchtigkeit oder einem gnädigen Schicksal geschuldet. Es ist Gottes Geschenk“, verlieh er seiner Überzeugung Ausdruck. Danken könne man übrigens auch für das Schwere im Leben. Es stelle Gottes gute Absichten mit uns nicht in Frage, so Klaus Jürgen Diehl. „Gott legt mir zwar manchmal eine Last auf, aber er hilft mir auch, sie zu tragen und trotzdem etwas von seiner Liebe weiter zu geben“, betonte er. Durch Danken und Abgeben komme Neues in unser Leben. „Wir sind nicht die Endverbraucher der Liebe Gottes, sondern nur der Kanal, durch den sie sich in der Welt verströmt“, erklärte er.

Die Kollekte war für den „Barnabas Fund“ bestimmt, eine Organisation, die verfolgte Christen in muslimischen Ländern unterstützt. Beim anschließenden Kaffeetrinken entstand ein reger Austausch unter den Gästen. Mit Liedern, Schlussgebet und Segen klang das Jahresfest aus. ▪ msh

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