Ärztliche Versorgung von Rönsahl fast sichergestellt

+
Horst Becker, Ursula Feykens-Seewald, Kirstin und Michael Löhrer und Mariele Schuster (von rechts) vor dem Eingang der möglichen neuen Arztpraxis am Strandbadweg in Rönsahl.

Rönsahl - Die ärztliche Versorgung von Rönsahl scheint fast wieder hergestellt zu sein. Denn Internist Michael Löhrer und Allgemeinmedizinerin Kirstin Löhrer, die sich in Marienheide als Hausärzte niedergelassen haben, wollen im Grenzdorf eine Filialpraxis aufmachen – und haben dafür auch passende Räume gefunden.

Allerdings nicht im Dorfzentrum wie beispielsweise in der alten Post. Wie Dr. Michael Löhrer und Horst Becker übereinstimmend erklären, sei dies aufgrund von Vorgaben und Auflagen (Barrierefreiheit, Brandschutzauflagen) nicht nur überaus kostspielig, sondern teilweise auch gar nicht möglich. Machbar sei dies aber in ehemaligen Büroräumen der Bauunternehmung Becker am Strandbadweg – vorausgesetzt, die Bauaufsichtsbehörde beim Märkischen Kreis stimmt der Nutzungsänderung zu, die Horst Becker noch in dieser Woche beantragen will.

Sobald diese dann vorliegt, wird mit dem Umbau – unter anderem müssen größere Türen eingebaut werden – begonnen, erklärt der ehemalige Ortsbürgermeister von Rönsahl. Wenn alles glatt geht, könnten Kirstin und Michael Löhrer Anfang oder Mitte Januar ihre Filialpraxis eröffnen. Das Ärzteehepaar zeigt sich sehr zuversichtlich, dass dies alles funktioniert, denn von der Kassenärztlichen Vereinigung hat es am 17. Oktober grünes Licht für das Vorhaben gegeben.

„Wir werden natürlich am Anfang nicht alles anbieten können, was wir in Marienheide bieten“, erklärt Michael Löhrer. Aber Ziel sei es durchaus, die Praxisangebote nach und nach sowie je nach Bedarf zu erweitern. Geplant ist, die Praxis am Strandbadweg montags und freitags von 15 bis 18 Uhr sowie mittwochs von 8 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr zu öffnen. Darüber hinaus stehen Hausbesuche ebenso wie ärztliche Versorgung der Waldheimat auf dem Programm.

Schon jetzt würden sie gelegentlich Hausbesuche durchführen. Ebenso kämen Rönsahler zu ihnen in die Praxis nach Marienheide. „Wer nicht bis Januar warten will, kann natürlich auch jetzt schon zu uns nach Marienheide kommen“, erklären Kirstin und Michael Löhrer. Denn schon jetzt bieten die beiden Hausärzte einiges über die Allgemeinmedizin hinaus.

Chemotherapie gehört dazu, Naturheilverfahren. Diabetologische Praxis und Gelbfieberimpfstelle stehen ebenfalls auf der Agenda der beiden Mediziner, die mittelfristig dies alles auch in Rönsahl anbieten wollen. Nicht nur für Hausbesuche, sondern auch im Vorgriff auf die Eröffnung einer Filialpraxis am Strandbadweg haben sich die beiden Ärzte ein mobiles Ultraschall- sowie EKG-Gerät zugelegt. Und wo das Labor, der Untersuchungsraum sein wird, das zeigten Michael und Kirstin Löhrer jetzt schon einmal ihren Helferinnen Mariele Schuster und Ursula Feykens-Seewald, die im Wechsel zusammen mit Sabrina Papst-Grauling in der Rönsahler Praxis tätig sein werden.

Bevor es aber soweit ist, muss die Nutzungsänderung genehmigt und die Räume umgebaut werden. Horst Becker hält es für wichtig, dass die Rönsahler wissen, es wird auch nach dem Ruhestand von Dr. Luyken weiterhin Ärzte im Grenzdorf geben. Er geht zudem davon aus, dass die Genehmigung noch in diesem Jahr erteilt wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare