Schnörrenbach ist dem Zahn der Zeit ausgeliefert

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Die Gaststätte Schnörrenbach und ihr Anbau verfallen immer weiter, jetzt gibt es aber einen Kaufinteressenten, der an die Stadt eine Anfrage einer Nutzungsänderung gestellt hat.

Kierspe - Bereits seit geraumer Zeit steht die ehemalige Gaststätte in der Schnörrenbach leer und ist damit dem „Zahn der Zeit“ ausgeliefert. Doch jetzt gibt es offensichtlich einen Interessenten, der die Immobilie kaufen möchte. Doch bevor er dies tut, möchte er geklärt haben, ob die Stadt Kierspe eine Nutzungsänderung mittragen würde.

Denn der Interessent plant, im Anbau der Gaststätte zwei Versammlungsräume mit jeweils einem Fassungsvermögen von 130 Personen einzurichten. In der Gaststätte selbst soll es ebenfalls einen Versammlungsraum für etwa 40 Personen geben, während die ehemaligen Fremdenzimmer als Übernachtungsmöglichkeiten genutzt werden sollen.

Vor 22 Jahren hatte der Rat den sogenannten Vorhaben- und Erschließungsplan „Schnörrenbach“ verabschiedet, um dadurch den Anbau zu ermöglichen. Denn eine Erweiterung wäre nicht möglich gewesen, da sich das Gebäude beziehungsweise das Grundstück im Außenbereich befindet. Seitdem gilt es aber als Sondergebiet „Gaststätte mit Fremdenbeherbergung“.

Eine Nutzungsänderung sieht man aufseiten der Verwaltung als „große Chance zur (Wieder-) Nutzung der brachgefallenen Immobilie, deren Zustand sich immer weiter verschlechtert“. Dem stehe allerdings gegenüber, dass in der Schnörrenbach die Räume für private Feier vermietet werden sollen, ohne, dass es einen Wirt beziehungsweise verantwortlichen Versammlungsleiter gibt.

Daher sei zu befürchten, dass es zu Störungen und ebenso zu unkontrolliert parkenden Fahrzeugen kommen könne. Ein Beschlussvorschlag wird aus diesem Grund von der Verwaltung nicht unterbreitet, die Entscheidung muss nach der Beratung durch die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung erfolgen. Dies soll auf der Sitzung am Mittwoch, 13. Juni, geschehen. Das Gremium tagt ab 17 Uhr im Rathaus.

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