3,7 Millionen Euro in die Region investiert

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Vor einigen Monaten wurde die neue Freizeitbroschüre von (von links) Michael Brosch (Bürgermeister Halver), Regina Semeraro (Stadt Kierspe), Ralf Thebrath (Naherholungsbeauftragter), Friederike Schriever (Regionalmanagerin), Saskia Angelsdorf (Leader-Beauftragte Kierspe), Juliane Klein (Freizeitmanagerin), Ralf Bechtel (Leader-Beauftragter Schalksmühle) vorgestellt.

Kierspe – Dass das Leader-Förderprogramm ein Erfolg ist, ist schon lange klar. Dass es jetzt noch einmal einen Fördermittel-Zuschlag von fünf Prozent gab, weil man in kurzer Zeit die komplette Summe in den Oben-an-der-Volme-Kommunen verplant hatte, ist eine Anerkennung des Landes für die Region, weil so schnell gearbeitet wurde.

Insgesamt wurden bislang 2,3 Millionen Euro Fördermittel angefordert. Damit werden 35 Projekte, die bereits bewilligt sind, und sechs weitere, die bereits beschlossen sind, bezuschusst, freute sich Friederike Schriever, mitteilen zu können. Die Regionalmanagerin war mit ihrer Kollegin Susanne Neumann und dem Freizeit- und Naherholungsbeauftragten Ralf Thebrath ins PZ gekommen, um dort den Kiersper Rat über die Fortschritte beim Leader-Projekt zu informieren.

Demnach sind 55 Prozent der genehmigten oder beschlossenen Projekte von privater Seite erdacht worden – meist von Vereinen. 22 Prozent der Projektideen stammen aus der Lokalen Aktions-Gruppe (LAG) und lediglich bei 23 Prozent handelt es sich um regionale Projekte, die in den Verwaltungen der beteiligten Kommunen Kierspe, Meinerzhagen, Schalksmühle, Halver und Herscheid erdacht wurden. „Man darf dabei aber nicht vergessen, dass die Förderung 65 Prozent beträgt, rechnet man die 35 Prozent dazu, die von den Projektträgern aufgebracht werden, dann wurden und werden 3,7 Millionen Euro in die Region investiert“, so Schriever.

Hinzu kämen noch 250 000 Euro jährlich für sogenannte Kleinprojekte. Schriever konnte berichten, dass dieses Geld noch bis 2023 jährlich bereitstehe und Projekte gefördert würden, die zwischen 2000 und 20 000 Euro kosten, wobei die Förderung in dieser Kategorie 80 Prozent betrage. Derzeit geben es in der Region 15 Projekte, sechs davon in Kierspe.

Bei den „normalen“ Projekten ist der größte Teil des Geldes in den Bereich „Lebenswerte Städte und Dörfer“ gegangen. Es war an Susanne Neunmann zu erklären, was sich dahinter verbarg. Unter anderem waren das die Mehrgenerationenplätze in Kierspe und Rönsahl, dass Freiklettern im Hülloch und der Bikepark in Kierspe, der in der Nähe der Gesamtschule errichtet werden soll und mit dessen Bau man Ende des Jahres beginnen möchte.

Viel Geld ist auch in den Bereich „Innovativer und nachhaltiger Wirtschaftsstandort“ geflossen. Darunter sind unter anderem das Netzwerk Zukunft, die Vermarktung regionaler Produkte, Köstlichkeiten aus dem Naturpark Sauerland-Rothaargebirge, ein Regionaler Einkaufsführer und die Stärkung der Anbieter regionaler Produkte zu verstehen.

Ralf Thebrath nutzte seine Redezeit, um die größten Projekte aus „seinem“ Bereich der Freizeit und Naherholung kurz zu skizzieren. Dabei kommt der „Vernetzung der Aktiv- und Freizeitzentren“ ein großer Stellenwert zu. Sichtbar wird diese Vernetzung auf einer Freizeitkarte und Infotafeln in den Kommunen – sowie in der Freizeitbroschüre, die auch Gutscheine der verschiedenen Anbieter enthält.

Ein weiterer Punkt sind die „Volme-Schätze“, bei denen es sich um Wanderwege handelt. „Wir haben dabei bestehende Wege zu Themenwegen aufgewertet und diese an die heutigen Wanderbedürfnisse angepasst“, so Thebrath.

Erwähnt wurde von ihm natürlich auch die „Sagenwelt“, bei der Sagen aus der Region kinder- und familiengerecht aufgearbeitet wurden – wobei der örtliche Bezug der Geschichten hervorgehoben wurde. Nutzbar wird die Sagenwelt für Touristen und Einheimische unter anderem in Form von Hörspielen und als Buch.

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