Schulen bewerben sich um den Umweltrauk

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Schüler präsentieren ihre Projekte, mit denen sie sich um den Umweltrauk bewerben, im Ausschuss für Umwelt und Bauen.

Kierspe - Gäbe es einen Reiseführer für Bienen, Kierspe wäre darin sicher eines der Top-Ziele. Denn seit einigen Jahren schon, in diesem Jahr aber besonders, verbessert sich die Infrastruktur für Bienen, aber auch andere Insekten erheblich. Das wurde in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen deutlich, denn dort bewarben sich die Kiersper Schulen um den Umweltrauk der Stadt.

Bereits im vergangenen Jahr wurde beschlossen, die Konzeption des Umweltrauks zu ändern – vor allem, weil es kaum noch Vorschläge gab, wer mit dem Umweltpreis der Stadt ausgezeichnet werden könnte. In diesem Jahr waren die sechs Kiersper Schulen aufgerufen, sich um den Umweltrauk zu bewerben – und alle machten mit. 

Mit Präsentationen, zum Teil durch Schüler, zum Teil aufgrund der Uhrzeit nur von Lehrern, wollten die Schulen die Politiker überzeugen, der jeweiligen Schule den Preis zuzuerkennen. Den Anfang machte die Gesamtschule mit dem Projekt „Schulgarten“ der Arbeitsgemeinschaft „Naturwissenschaften für Mädchen“. An der weiterführenden Schule wurde bereits 2016 das Schulgelände von den Schülerinnen kartografiert. Anschließend wurde entschieden, wo der Schulgarten angelegt werden sollte. Die erste – wenn auch noch bescheidene – Ernte wurde dann im vergangenen Jahr eingebracht – „und von Frau Hujber allein gegessen.“ Das war wohl übertrieben, sorgte aber für Erheiterung bei den Politikern. Die Ernte dieses Jahres soll an die eigene Mensa gespendet werden. Und damit dort in Zukunft noch mehr Zutaten aus dem eigenen Garten verarbeitet werden können, wird derzeit ein weiteres Hochbeet angelegt. 

„Simply the Pest“ heißt das Projekt, das Schulleiter Thomas Block vorstellte. Wobei er nicht auf Bilder eines bereits stattgefundenen Projektes zurückgreifen konnte, da die Projektwoche erst in zwei Wochen stattfindet. Geplant ist die Gestaltung eines Outdoorklassenzimmers. Es soll erfasst werden, mit welchen Fahrzeugen die Schüler gebracht werden und wer von ihnen noch zu Fuß zur Schule geht. Es gibt ein Projekt zur Müllvermeidung und es werden Insektenhotels gebaut. Die Insekten – und vor allem die Bienen – standen bei den meisten Präsentationen im Vordergrund. 

Genau wie die Schüler der Gesamtschule achteten auch Kinder an den meisten anderen Schulen darauf, dass die fliegenden Gartenfreunde ein entsprechendes Angebot auf den Schulgeländen vorfinden – auch standen und stehen Gespräche mit Imkern ganz oben auf den Tagesordnungen der Projekte. Kleine Lebewesen waren auch eines der Themen der Projektwoche an der Freien Schule, die bereits im vergangenen Jahr stattgefunden hat. Die Schüler haben sich den Schleipe-Bach genau angeschaut – und dabei auch alle Tiere in den einzelnen Untersuchungsabschnitten genau erfasst. 

An der Schanhollenschule wurde erst vor wenigen Wochen das Schulumfeld so gestaltet, dass sich Insekten dort wohlfühlen können. Und auch dort wurden Insektenhotels gebaut, die beim Frühlingsfest im Volme-Freizeitpark dankbare Abnehmer anden. Mit der Neuanlage eines Schulgartens und der Teilnahme am Frühjahrsputz präsentierte sich die Bismarckschule. An der Servatiusschule, die mit der Bismarckschule einen Verbund bildet, wurden sich Pflanzen und Wiesen angeschaut, ein Imker wurde besucht und die Schüler bauten Insektenhäuser und Starenkästen. Darüber hinaus wurden Igelhäuser gebaut und darauf hingewiesen, welche Gefahr Mähroboter für diese Tiere darstellen. 

Im nichtöffentlichen Teil der Ausschusssitzung entschieden dann die Politiker über die Vergabe des Umweltpreises. Bekannt gegeben werden die Ergebnisse dann im Rahmen der nächsten Ratssitzung, die am 19. Juni stattfindet.

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