„Freitag, der 13.“ ist Rauchmeldertag

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Stadtbrandinspektor Georg Würth (Foto) und seine Kollegen vom Rauchmelderteam bieten am heutigen Freitag vor dem ReweXL-Markt eine Beratung an.

Kierspe - „Immer wieder erzählen mir Leute, dass der Alarm eines Rauchmelders in letzter Minute Schlimmeres verhinderte“, berichtet Stadtbrandinspektor Georg Würth von seinen Erfahrungen.

Wenn der Kochtopf auf der heißen Herdplatte in Vergessenheit gerät, weil der Nachbar anruft, oder ein Elektrogerät sich überhitzt, kann es schnell zum Brand kommen. Haus und Inventar sind im Fall der Fälle ersetzbar – das Leben der Bewohner aber nicht. Daher gibt es mittlerweile in 13 Bundeländern eine gesetzlich vorgeschriebene Rauchmelderpflicht. „Dazu zählt auch NRW“, so Würth. „Seit April 2013 ist die Installation von Rauchmeldern in Neubauten Pflicht, zudem müssen neu vermietete Wohnungen damit ausgestattet werden.“ Vorschrift sei, die Geräte im zentralen Flur und in den Schlafräumen anzubringen.

Während der Vermieter für Anschaffung und Installation der Rauchmelder zuständig sei, müsse der Mieter die Wartung übernehmen so Würth. Für alle Mietverhältnisse, die schon vor April 2013 bestanden und für Eigentümer, die Haus oder Wohnung ebenfalls schon länger bewohnen, gilt eine Bestandsschutzregel. „Hier müssen laut Gesetz erst ab Januar 2017 Brandmelder installiert sein“, macht der Stadtbrandinspektor aufmerksam. Am heutigen Freitag haben alle Bürger anlässlich des Rauchmeldertages die Gelegenheit, sich ausführlich zum Thema zu informieren. „Hausbesitzer können gerne die Baupläne mitbringen, damit wir ganz gezielt auf die Gegebenheiten vor Ort eingehen können“, empfiehlt Würth.

Das Kiersper Brandschutzteam, das seit 14 Jahren alljährlich mit einem Infostand am ReweXL-Markt vertreten ist, wird dort auch heute in der Zeit von 8.30 Uhr bis 18 Uhr bei allen Fragen zu Brand- und Kohlenmonoxydmeldern Rede und Antwort stehen. „Mittlerweile kommen Leute aus der ganzen Region an unseren Stand“, erzählt Würth. Jedes Jahr seien Besucher aus Halver, Wipperfürth oder Iserlohn dabei. Neben Würth und seinen Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr sind auch Schornsteinfeger Winfried Wurm und Bezirksschornsteinfeger Mike Budde, sowie Josef Horstmann von der Provinzial vor Ort. Beratung ist vor allem bei individuellen Lösungen wichtig: „Schließlich gibt es auch optische Melder für Hörgeschädigte, Geräte, die im Küchenbereich während des Anbratens kurzzeitig deaktiviert werden können und viele andere Varianten“, erklärt Würth. Auch Brandschutzlösungen in großen Häusern erfordern eine gute Beratung. - von Petra Schüller

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