Schanhollentag vor Hülloch-Eingang

+
Peter Feltens (rechts) und seine Mitstreiter von der Speläo-Gruppe Sauerland laden für den 28. Oktober zum Schanhollentag ein.

Kierspe - „Ein Schanhollen-Fest wird es aus finanziellen und organisatorischen Gründen in diesem Jahr nicht geben“, erklärt Peter Feltens, dass sich die Verantwortlichen der Speläo-Gruppe Sauerland entschlossen haben, auf das herkömmliche Fest, wie es in der Vergangenheit gefeiert wurde, zu verzichten.

Gleichwohl wollen sich die Höhlenforscher auch in diesem Jahr wieder im besonderen Maße der Öffentlichkeit präsentieren – an einem Schanhollentag. Dieser findet nicht am ursprünglich für das Fest vorgesehenen Termin (7. und 8. Oktober) statt, sondern vielmehr am Samstag, 28. Oktober, von 11 bis 18 Uhr auf dem Gelände vor dem Eingang des Hüllochs an der Heerstraße. An diesem Tag wird insgesamt die Höhlenforschung und besonders die im Hülloch an erster Stelle stehen.

Dafür werden die Mitglieder der Speläo-Gruppe ein großes Zelt aufstellen, in dem auf jeden Fall auf einer Großleinwand ein recht aktueller Film von der Kiersper Höhlenwelt gezeigt wird. Geplant ist außerdem, eine Live-Schaltung aus dem Hülloch auf die Leinwand zu übertragen. Wobei nicht das Graben, sondern die Forschung im Mittelpunkt stehen soll. Ob dies gelingt, steht noch nicht endgültig fest.

Denn für das Livebild aus der Höhle wird ein mindestens 80 Meter langes wasserdichtes Kabel benötigt. Ob man dies bekommen wird, vermochte Wolfgang Hänisch von der Speläo-Gruppe noch nicht zu sagen. Eine drahtlose Übertragung erfordere noch kostenträchtigere Maßnahmen. Denn mittlerweile haben sich die Höhlenforscher nach dem 30 Meter langen Hauptgang sowie einem weiteren 30 Meter langen Gang rund zehn Meter in Richtung große Halle vorgegraben.

Probleme, so werden die Besucher des Schanhollentags erfahren, bereitet insbesondere der zugeschwemmte Bach im Hülloch.

Hänisch vermutet, dass man sich noch drei bis fünf Meter durch einen zugeschwemmten Bachlauf graben muss, um die große Höhle zu erreichen. „Je näher wir kommen, umso vorsichtiger müssen wir sein“, sagt Hänisch. Unter anderem auch wegen der Höhlenpilze, die durchaus eine Gefahr darstellen. Führungen in das Hülloch wird es daher am Schanhollentag nicht geben.

Dafür aber jede Menge Informationen, insbesondere über aktuelle Ergebnisse und eine Foto-Ausstellung. Versucht wird ebenfalls noch, einen Biologen zu gewinnen, der über die Höhlentiere Infos liefert. Sieben verschiedene Tierpopulationen gibt es, die zumeist nicht mehr aufzufinden sind. Im Hülloch hat man drei davon entdeckt: eine Schleimwurmart, den Höhlenflohkrebs und die Höhlenassel.

Diese Tiere haben keine Hautpigmente und keine Augen mehr, sondern ertasten ihre Nahrung mithilfe ihrer Fühler. Der Schanhollentag soll also zu einer informativen Veranstaltung von und über die Kiersper Höhlenwelt werden, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Die Höhlenforscher werden am Schanhollentag Ende Oktober auch für Getränke und Speisen sorgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.