Wiederaufforstung muss warten

In Rönsahl liegt noch viel Käferholz 

Ein teilweise recht unübersichtliches Bild bietet sich dem Betrachter beim Blick auf die zum Teil nach dem erfolgten Einschlag noch weitgehend unbehandelt liegen gebliebenen Käferholz-Fichten am Wanderweg im Meienborner Tal.
+
Ein teilweise recht unübersichtliches Bild bietet sich dem Betrachter beim Blick auf die zum Teil nach dem erfolgten Einschlag noch weitgehend unbehandelt liegen gebliebenen Käferholz-Fichten am Wanderweg im Meienborner Tal.

Ein in großen Teilen zumindest auf den ersten Blick recht unübersichtliches Bild bietet sich seit geraumer Zeit dem Betrachter beim Blick auf das zwischen dem Meienborner und dem Feldhofer Weg gelegenen ehemaligen Waldstückes. Wie in verschiedenen Nachbarparzellen, die in den vergangenen Jahren ebenfalls stark unter Borkenkäferbefall gelitten hatten, musste auch hier der gesamte und schätzungsweise etwa 80 Jahre und darüber alte Fichtenbestand gefällt werden.

Rönsahl - Insbesondere die bis dato in Hanglage und in der Nähe des unmittelbar vorbeiführenden und relativ stark frequentierten Wanderweges von Rönsahl in Richtung Gogarten stehenden Bäume drohten vermehrt zu einer ernsten Gefahr für Fußgänger und Radfahrer zu werden, weil sie durch den immensen Borkenkäferbefall inzwischen trocken gefallen waren und ihre Standfestigkeit somit verloren hatten. Dem trug die Stadt Kierspe als Eigentümer der Parzelle Rechnung und ließ das erkennbare Gefahrenpotenzial zwecks Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit bereits vor einigen Monaten durch Fällung des gesamten Baumbestandes dort beseitigen.

Seitdem allerdings ist wenig geschehen. Nach wie vor nämlich wartet der größte Teil des eingeschlagenen Käferholzes zumindest auf das Entasten der Stämme vor Ort sowie den Zuschnitt und den Abtransport des Holzes. Auf eine entsprechende Nachfrage nach dem Stand der Dinge ist allerdings zu erfahren, dass damit zumindest vorläufig noch nicht zu rechnen ist. Bei näherer Betrachtung hatte sich nämlich herausgestellt, dass eine Vermarktung des eingeschlagenen Holzes sich größtenteils als unwirtschaftlich herausgestellt hat. Lediglich ein kleiner Teil (etwa 80 Festmeter) konnte inzwischen aufgearbeitet werden und ist auch verkaufbar, wie Sachgebietsleiter Reiner Schürmann seitens der Stadtverwaltung auf Nachfrage der MZ dazu erklärte.

Ferner hieß es in diesem Zusammenhang, dass die gesamte ehemalige Waldfläche auf diesem Teilstück nicht wieder aufgepflanzt werden, sondern als sogenannte Sukzessionsfläche (Ausgleichsfläche ) dem Öko-Pool der Stadt zugeschlagen werden soll, wobei die allmähliche Wiederbewaldung sich selbst überlassen bleibt. Ob, beziehungsweise wann, sich eine Möglichkeit zur wirtschaftlich sinnvollen Verwendung beziehungsweise zum Abtransport der verbliebenen Fichtenstämme ergibt, steht allerdings zurzeit noch nicht fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare