Christoph Luyken spricht über die „echte“ Grippe

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Dr. Christoph Luyken, Kiersper Ärztesprecher und Allgemeinmediziner, empfiehlt Menschen, die älter als 60 Jahre sind, Schwangeren und Menschen mit chronischen Erkrankungen eine Grippeimpfung.

Kierspe - Sieben Fälle der Influenza soll es in Deutschland bereits geben. Mit der Winterzeit kehrt die Grippewelle wieder zurück und mit ihr die Empfehlung der Grippeimpfung. Auch Dr. Christoph Luyken, Kiersper Ärztesprecher und Allgemeinmediziner, impft seine Patienten bereits seit September.

Alle Menschen, die älter als 60 Jahre sind, sollten sich impfen lassen. „Für jüngere Menschen mit chronischen Erkrankungen und Frauen in der Schwangerschaft empfiehlt sich die Grippeimpfung ebenfalls“, sagt Dr. Luyken. Auch wenn jemand viel Kundenkontakt habe, sei eine Impfung sinnvoll. „Wenn man Richtung Osten reist, fliegt man der Grippe entgegen“, erklärt der Mediziner. Daher sei eine Impfung für Reisende ebenfalls empfehlenswert.

„Jetzt ist die richtige Zeit“, betont Luyken gegenüber der Meinerzhagener Zeitung. Das Winterhalbjahr habe begonnen, die Ärzte und Apotheken seien gut mit dem Impfmittel ausgerüstet. Wenn sich allerdings bereits jemand mit der Influenza frisch angesteckt habe, sei eine Impfung nicht mehr hilfreich.

Schlechte Erfahrungen nach Impfungen

Insgesamt werde das Angebot der Grippeimpfung nicht sehr gut angenommen. „Es gibt eine langsame Zunahme“, so Luyken. Es gebe auch Menschen, die nach einer solchen Impfung schlechte Erfahrungen gemacht haben. „Sie hatten beispielsweise einen schmerzhaften, dicken Arm und das Gefühl des Krankseins.“ Daher wollen sich einige Patienten nicht mehr impfen lassen. „Aber der neue Wirkstoff birgt diese Risiken nicht“, betont Luyken.

„Unter dem Wort Grippe verstehen die meisten Menschen einen grippalen Infekt“, sagt der Kiersper Arzt. Die klassische Erkältung unterscheidet sich in einigen Punkten von der „echten“ Grippe, die als Influenza bekannt ist. Virale Atemwegserkrankungen, die häufig mit Schnupfen und Halsschmerzen einhergehen, sind noch lange keine richtige Grippe. Eine Erkältung komme laut dem Allgemeinmediziner langsam.

Grippe im Bett auskurieren

„Eine Influenza haut einen dagegen regelrecht um“, so Dr. Luyken. Starker Husten und Fieber sind nur einige Symptome. „Da es ein Virusinfekt ist, helfen keine Antibiotika.“ Man solle die Grippe im Bett auskurieren.

In den meisten Fällen schafft es das Immunsystem alleine gegen den Virus anzukämpfen. Das Gefährliche an der Influenza sei, dass die Symptome zu einer Herzmuskelentzündung und zu einer starken Schwächung führen könnten. Besonders bei älteren und chronisch erkrankten Menschen bestehe dieses Risiko.

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