Hotel Zur Leie: Dem Verfall preisgegeben

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Ein aufmerksamer Bürger verständigte Polizei und Feuerwehr, die sich um die Verkehrssicherung kümmerte.

Rönsahl - Das ehemalige Hotel Zur Leie scheint dem endgültigen Verfall preisgegeben. Der desolate Zustand des zentralen Gebäudekomplexes birgt dabei ein erhebliches Gefahrenpotenzial.

Ein besonderes Sorgenkind in Rönsahl ist der offensichtlich immer desolater werdende bauliche Zustand des ehemaligen Hotels Zur Leie. Zum wiederholten Mal, so erst am Sonntag, hatten sich ohne unmittelbar erkennbare Einwirkung von außen Teile des Gesimses gelöst und waren auf den unmittelbar am Gebäudekomplex vorbeiführenden Bürgersteig gefallen – glücklicherweise zu einem Zeitpunkt, als auf diesem Bürgersteigstück gerade niemand unterwegs war.

Ein aufmerksamer Bürger, der die Szenerie beobachtet hatte, tat das einzig Richtige und verständigte umgehend Polizei und Feuerwehr. Die Ordnungskräfte und ein inzwischen ebenfalls benachrichtigter Mitarbeiter der Stadt waren rasch vor Ort, um die Dinge in Augenschein zu nehmen. Es wurde entschieden, mit weiteren Maßnahmen bis zum Wochenbeginn zu warten. Wie schon vor einigen Monaten in dieser Weise geschehen, erfolgte somit eine erneute Absperrung des entsprechenden Bürgersteigstücks. Gleichzeitig wurde die Entfernung der maroden Teile des Gesimses und dessen notdürftige Reparatur beschlossen, um das unmittelbar gegebene Gefahrenpotenzial zu minimieren. Das allerdings ändert nach Ansicht um das allgemeine Erscheinungsbild des Märkischen Golddorfes Rönsahl besorgter Bürger kaum etwas an der generellen Lage.

Ein besonderes Sorgenkind in Rönsahl ist seit Jahren der immer desolater werdende bauliche Zustand des ehemaligen Hotels Zur Leie im Ortszentrum. Erst am Sonntag sind wieder Teile der maroden Dachkonstruktion heruntergefallen.


Unstrittig ist, dass das frühere Vorzeigeobjekt an zentraler Stelle im Dorf in seiner jetzigen Bausubstanz so nicht länger tragbar sei. Das Objekt war nach mehrmaligem Besitzer- und Nutzungswechsel und zuletzt seit Jahren andauerndem Leerstand immer mehr heruntergekommen und scheint nun gänzlich dem Verfall preisgegeben. Nach allgemeiner Bürgermeinung helfen da noch so schöne Worte, Dorf-Innenentwicklungsplan und anderes nur wenig, wenn hier nicht endlich „Nägel mit Köpfen“ gemacht würden. Das bedeute den Abriss des Gebäudekomplexes beziehungsweise dessen grundlegende Sanierung und danach mögliche neue Nutzung.

Die Zukunft

Der vorherige Besitzer hat die Eigentumsrechte an dem Komplex und somit auch die Haftung an das Land NRW abgetreten. Wohl oder übel muss sich die Stadt Kierspe kraft gesetzlicher Bestimmungen nun um die Verkehrssicherheit des Gebäudes kümmern. Aufgrund bestehender erheblicher finanzieller Belastungen des Komplexes gestaltet sich ein möglicher Verkauf und damit verbundener Eigentümerwechsel außerordentlich schwierig, was nicht eben zur Verbesserung der Zukunftsaussichten des ehemaligen Hotels beitragen dürfte.

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