Für den Klimaschutz: Bürger sollen Ideen auf Online-Karte eintragen

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Mehr Schatten wünschen sich Besucher des Volme-Freizeitparks, gerade in den letzten beiden heißen Sommern.

Kierspe - „Machen Sie mit und beteiligen Sie sich mit Ihren Ideen und Anregungen beim Klimaschutz in Kierspe“ heißt es seit Kurzem auf der Homepage der Stadt.

In Zusammenarbeit mit dem Märkischen Kreis und Zusammenwirken mit den Kommunen Halver, Herscheid, Meinerzhagen, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade, Plettenberg und Schalksmühle wurde eine Möglichkeit geschaffen, wo Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen und Vorschläge zum Klimaschutz von Zuhause aus unterbreiten können: die Ideenkarte. Die interaktive Internetseite ist freigeschaltet, sodass dort bis Mitte Januar des kommenden Jahres Vorschläge zum Klimaschutz in Kierspe gemacht werden können.

Anschließend werden diese Ideen ausgewertet, um sie in den Klimaschutzprozess aufzunehmen. So soll ein Konzept entstehen, das Maßnahmen enthält, welche die Stadt Kierspe vor Ort umsetzen kann. Erste Ideen sind dort bereits verewigt: So sollte die Fläche vor der Turnhalle begrünt und auch Bäume gepflanzt werden.

Auf dieser Ideenkarte können Vorschläge zum Thema Klimaschutz eingetragen werden.

Dazu macht Rainer Schürmann, Leiter des Sachgebiets Bauverwaltung und Planung, deutlich, dass es sich um einen Schulhof handelt, nicht um einen Park. Bei der Gestaltung der Fläche, die im kommenden Jahr in Angriff genommen wird und für die bereits Messungen und Untersuchungen laufen, werde es aber ein wenig Grün und ein paar Bäume geben.

Beschattung im Volme-Freizeitpark

Angesichts des „Copyrights“ bezeichnet der Sachgebietsleiter den Vorschlag, im Volme-Freizeitpark für Beschattungen zu sorgen, als schwierig. Dies ist eine weitere Idee, welche auf der Ideenkarte eingetragen wurde. Gerade nach diesem und dem heißen Sommer im vergangenen Jahr dürfte der Wunsch nach Schatten im viel besuchten Park aufgekommen sein.

Die dort gepflanzten Bäume sind noch zu klein, um genügend Schatten spenden zu können und eine wie immer geartete feste Einrichtung – beispielsweise ein Sonnensegel – muss nicht nur anderen Witterungen standhalten, sondern stets auch mit dem Architekten Reschke abgestimmt werden. Einfacher scheint da schon die Möglichkeit zu sein, am Bahnhof beziehungsweise Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) eine Ladestation für E-Bikes und Pedelecs einzurichten.

Fest zu stehen scheint bereits, dass es im Zuge des Baus des Volmetalradwegs am Bahnhof eine Fahrradabstellanlage geben wird. Diese soll noch den politischen Gremien vorgestellt werden. Bislang aber ohne Ladesäule für E-Bikes. Darüber könne man aber auf jeden Fall diskutieren, weiß Rainer Schürmann, dass solch eine Einrichtung durchaus möglich wäre. Ob es allerdings auch eine besonders ausgewiesen Parkzone für E-Scooter geben sollte – der Vorschlag enthält auch diese Idee – , bleibt abzuwarten, ob sich diese elektrischen Roller überhaupt verbreiten werden.

Weniger eine Idee als offensichtlich mehr ein Wunsch ist, dass der Volmetalradweg zwischen Kierspe und Meinerzhagen nicht parallel zur B 54, sondern weiter entfernt davon verlaufen sollte. Zweifellos ist es angenehmer, am Waldrand zu radeln, als an einer Bundesstraße, doch der Verlauf der Bahntrasse im genannten Bereich wie auch die Grundstücksverhältnisse dürften einer Neuplanung einen Strich durch die Rechnung machen.

Ideen der Bürger für Konzept gefragt

Dies macht aber deutlich, dass die Bürger in Kierspe sich durchaus viele Gedanken zum Thema Klimaschutz machen und somit dazu beitragen (können), ein integriertes Klimaschutzkonzept, welches vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird, zu erstellen.

Damit wurde bereits die Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft aus Essen beauftragt. Ein Teil des Konzepts, das Mitte des kommenden Jahres vorgelegt werden soll, ist die Online-Ideenkarte, auf der die Bürger ihre Vorschläge eintragen können. Themen können Anregungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien, Verbesserungen von umweltfreundlichen Mobilitätsangeboten oder Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sein.

Ideenkarten

Die Ideenkarten der acht Kommunen Kierspe, Halver, Herscheid, Meinerzhagen, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade, Plettenberg und Schalksmühle sind im Internet unter www.ideenkarte.de/mk/ und dann folgend der Städte- oder Gemeindename, also beispielsweise „kierspe“. Auf der Homepage der Stadt gibt es unter dem Titel „Klimaschutz in Kierspe: Ihre Ideen und Anregungen sind gefragt!“ ebenfalls einen Link.

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