Idee entstand im Urlaub

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Mit „Umzug ins Glück“ ist nun der vierte Roman der Kiersperin Ursula Schröder erschienen. ▪

KIERSPE ▪ Ursula Schröder gehörte nicht zu den Mädchen, die bereits mit 14 Jahren ihren ersten Roman in der Schublade liegen hatten und diesen dann mit spätestens Anfang 20 veröffentlichten. Ihre Pläne waren andere. Nach dem Abitur ging es für die Kiersperin an die Uni Bonn zum Lehramtsstudium.

 Doch als sie ihr Geschichts- und Englisch-Studium 1983 abgeschlossen hatte, „konnte man mit Lehrern die Straße pflastern“.

Schröder war zu dieser Zeit bereits verheiratet und beschloss in den Betrieb ihres Mann zu wechseln, doch zuvor wollte sie eine fundierte Ausbildung machen. Mit dem Facharbeiterbrief als Industriekauffrau stieg sie schließlich ins Familienunternehmen ein, wo sie bis vor elf Jahren in der Buchhaltung arbeitete. „Dann hatte die Firma eine solche Größe erreicht, dass wir einen bilanzsicheren Buchhalter einstellen mussten.“ Doch trotz dreier Kinder wollte die Kiersperin sich nicht aus dem Berufsleben zurückziehen. Über eine PR-Agentur, für die sie bereits neben ihrer Berufstätigkeit den einen oder anderen Text verfasst hatte, bekam sie einen Einstieg in den Beruf der freien Texterin und Autorin. Für verschiedene Auftraggeber und Unternehmen unterschiedlicher Branchen war sie in Zukunft tätig. „Was mir so gut gefiel, waren die strengen Vorgaben der Auftraggeber, da blieb wenig Raum für eigene Kreativität“, so Schröder.

Doch der Anstoß, Bücher zu schreiben und damit der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen, kam im Urlaub. Unzufrieden mit den mitgeführten Lektüren, beschloss Schröder es doch mal mit einem eigenen Buch zu versuchen. Noch im Urlaub wurden die ersten Ideen zu Papier gebracht.

Anfang 2006 war es dann fertig. „Es ist aber unglaublich schwer, bei einem Verlag ein unverlangt eingesandtes Manuskript unterzubringen“, erklärt die Kiersperin. Mit Hilfe einer Agentur gelang es aber dennoch. Mitte des Jahres 2007 erschien „Schöner wohnen mit Mann“ im DTV-Verlag. Bis heute hat sie nie erfahren, in welcher Auflage dieses Buch gedruckt wurde. „Darum machen die Verlage gerne ein Geheimnis. Statt einer Umsatzbeteiligung ist es üblich einen Festbetrag zu bekommen – und erst, wenn die verkaufte Auflage sich besonders stark entwickelt, gibt es mehr Geld“, erklärt die Autorin, die aber auch einräumt, dass sie weder mit dem ersten, noch mit den folgenden Büchern, je über diesen Festbetrag hinausgekommen sei.

Trotzdem wird sie die Freude über das erste Werk nie vergessen: „Wenn wir irgendwo im Urlaub oder auf Reisen waren, bin ich in die Buchhandlungen gegangen und habe geschaut, ob das Buch dort zu finden ist.“

Das ließ dann bei den Werken „Wochenlang kein Schönheitsschlaf“ (2008) und „Träum schön weiter“ (2009) nach.

Zwischendurch hatte sich Ursula Schröder auch einmal ganz von der Schriftstellerei verabschiedet, um sich einen anderen Traum zu erfüllen. Am Gymnasium in Meinerzhagen wurde dringend ein Lehrer mit ihrer Fächerkombination gesucht. Für ein Jahr ließ sie sich auf das Abenteuer Schule ein.

„Das war aber nicht meine Welt“, erklärt sie. Also ging es zurück an den Schreibtisch, um „Umzug ins Glück“ zu schreiben, das nun erschienen ist und in den Buchhandlungen ausliegt.

Die beiden nächsten Bücher der Kiersperin sind auch schon vorbereitet, eines liegt bereits beim Verlag in München und wird 2012 erscheinen, ein weiteres Werk wird derzeit bei der Agentur gelesen. ▪ Johannes Becker

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