Hunde hetzen Wildtiere

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Insgesamt 40 Hinweisschilder hat die Jagdgenossenschaft angeschafft und an die Revierpächter ausgegeben. Gemeinsam mit Jäger Lothar Rüger (r.) brachte Fritz-Hermann Schriever von der Genossenschaft eines der Schilder an. ▪

KIERSPE ▪ „Allein in meinem Revier, das ich seit vier Jahren pflege, habe ich drei von Hunden totgebissene Rehe gefunden“, berichtet Lothar Rüger, der sein rund 300 Hektar großes Revier von der Jagdgenossenschaft Kierspe gepachtet hat.

Anderen Jägern in Kierspe ginge es nicht anders, ergänzt Fritz-Hermann Schriever, der im Vorstand der Genossenschaft aktiv ist: „Es kommt sehr oft vor, dass Spaziergänger im Wald ihre Hunde freilaufen lassen. Das kann vor allem bei Hunden mit Jagdtrieb zu einem Problem werden. Deshalb bitten wir die Tierhalter, ihre Hunde grundsätzlich an der Leine zu führen, um die wildlebenden Tiere zu schützen.“

Problematisch dabei ist allerdings, dass es nach Auskunft von Axel Boshamer, Sachgebietsleiter im Ordnungsamt, keine generelle Anleinpflicht gibt: „Die Tiere müssen auf den Wegen bleiben und den Kommandos des Hundebesitzers gehorchen. Hat der Hund jedoch einen Jagdtrieb oder einen ausgeprägten Spieltrieb und neigt dazu, hinter Wild herzujagen, dann besteht für den Besitzer eine Anleinpflicht.“

Um die Spaziergänger, die mit Hunden in den Kiersper Wäldern unterwegs sind, für das Thema zu sensibilisieren, hat die Jagdgenossenschaft rund 40 Hinweisschilder angebracht. ▪ Johannes Becker

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