Hülloch bietet ganzheitliches Erscheinungsbild

„Da passt nun der Name Naturarena“

Hülloch - Naturarena - Kletterwand
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An der Felswand sind deutliche Veränderungen zu sehen: Die Kletterfreunde haben einiges an losem Gestein herausgeholt. Davon überzeugten sich Bürgermeister Olaf Stelse, Peter Feltens und Regionalmanagerin Friederike Schriever (von links).

Die Naturarena am Hülloch entwickelt sich immer mehr zu einer, die den Namen auch verdient. Die Felsberäumung, also das Entfernen von losem Gestein, steht kurz vor dem Abschluss, sodass die geplanten Kletterrouten im kommenden Jahr eingerichtet werden können.

Kierspe - Aus dem alten Baucontainer ist eine mit Lärchenholz verkleidete, ansehnliche Hütte mit Freisitz, Bänken und Tischen geworden, die sich ins Bild einpasst. Darüber hinaus ist ein kleiner Teich entstanden, der mit Felsquellwasser gespeist wird, wie Peter Feltens, Besitzer des Areals, sagt. Gleichzeitig ist eine urige Feuerstelle eingerichtet worden – umsäumt, wie der kleine Teich, mit entsprechenden Steinen.

In der Naturarena gibt es jetzt sogar einen kleinen Teich, der mit Wasser aus einer Felsquelle gefüllt wird.

Es gibt einen Sandkasten für Kinder und der tiefer gelegene Eingang Hülloch 1 ist durch einen Zaun abgesichert, sodass sich Kletterer, gleich ob alleine und als Familie, den ganzen Tag ebenso in der Naturarena aufhalten können wie die Höhlenforscher.

Einsatz einer Raupenkamera

Die Mitglieder der Speläogruppe, welche nach wie vor nach dem Durchbruch zur großen Halle im Hülloch sucht, mussten ihre Bemühungen in diesem Jahr wegen Corona einstellen. „Sie wollen aber nächstes Jahr weitersuchen“, weiß Peter Feltens. Dann soll auch eine sogenannte Raupenkamera, über welche eine Herscheider Firma verfügt, zum Einsatz kommen. Die passt durch den Spalt, den die Speläologen entdeckt haben, und soll Aufschluss darüber geben, ob es dort zur großen Halle geht. Gleichzeitig freut sich Feltens, dass nun so unterschiedliche Gruppen wie Höhlenforscher und Kletterfreunde im Hülloch zusammenkommen.

Im Freisitz des verkleideten Baucontainers kann man gemütlich Platz nehmen.

Eine Entwicklung, die vor rund 14 Jahren begann, langfristig eingestielt wurde und die nun zu einem ganzheitlichen Erscheinungsbild führe, meint Regionalmanagerin Friederike Schriever. Sie meint damit im Besonderen die Verkleidung und das Dach des Baucontainers – dies sei das einzige Leader-Kleinprojekt eines Privatmanns. Normale Leader-Mittel fließen auch in das Projekt der Einrichtung von Kletterrouten. Gleichwohl ist, beziehungsweise war noch viel an Eigenleistung zu erbringen. Das habe aber in der jüngeren Vergangenheit gut geklappt.

Mittlerweile wurde auch eine urige Feuerstelle eingerichtet.

„Am letzten Wochenende waren bis zu 15 Helfer hier, natürlich alle auf Abstand“, erklärt Feltens, dass die Kletterfreunde dank der neuen Medien auch aus Köln nach Kierspe kommen, um loses Gestein aus der Wand zu holen. Abstand halten ist in der Felswand sowohl horizontal als auch vertikal möglich.

Geologischer Dienst prüft Felswand

Die Veränderungen in der Felswand sind deutlich zu sehen. Nun wartet man darauf, dass auch der geologische Dienst Nordrhein-Westfalen grünes Licht gibt, damit die Kletterrouten errichtet werden können. Voraussichtlich schon am kommenden Wochenende soll die Sicherheit der Felswand überprüft und das Gutachten erstellt werden.

„Die Abstimmung in der Naturarena ist schön“, befand auch Bürgermeister Olaf Stelse, der sich ein Bild von den vor dem Abschluss stehenden Arbeiten an der Kletterwand und den anderen durchgeführten Maßnahmen machte. „Da passt nun der Name Naturarena“, freute sich Stelse über die künftige neue Kiersper Attraktion.

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