Am Hülloch entsteht die Sparkassen-Naturarena

Peter Feltens, Wolfgang Opitz und Arnd Clever präsentierten am Donnerstag gemeinsam erstmals das Projekt einer neuen Naturbühne und gleich auch schon das Schild der „Sparkassen-Naturarena am Hülloch“

KIERSPE ▪ Die Stadt liegt eingebettet in einer wunderschönen Landschaft, besitzt eine intakte und aktive Vereinswelt und wer gerne gut speist, findet ein vielseitiges Angebot vor. Verschiedene Kneipen laden zum Feiern ein und auch ansonsten ist das Freizeitangebot breit gefächert von diversen Fitnessstudios bis zur Diskothek. Ebenfalls das Kulturangebot kann sich dank zahlreicher Initiativen von Vereinen, Verbänden und Privatpersonen seit Jahren sehen lassen. Und jetzt soll noch eine Open-Air-Arena hinzukommen.

Köln hat seine Kölnarena, mittlerweile die Lanxess-Arena, und Kierspe ab diesem Jahr seine „Sparkassen-Natur  arena am Hülloch“, so der offizielle Name. Am Donnerstag wurde das Projekt der neuen Naturbühne, die jetzt kurz vor der Fertigstellung steht, von Sparkassendirektor Wolfgang Opitz und Sparkassen-Marketingleiter Arnd Clever zusammen mit dem Initiator und Eigentümer des Areals auf dem Vorplatz der Kiersper Höhle erstmals öffentlich vorgestellt.

Hier soll künftig während der schönen Jahreszeit Raum für verschiedene Events geboten werden. Dafür präsentiert der Taleinschnitt des alten Steinbruchs, der mit seiner atemberaubenden, hoch aufragenden Felswand tatsächlich an eine antike Arena erinnert, sich geradezu als ideal. Konzerte, Theateraufführungen, Feste und andere Veranstaltungen könnten auf den rund 1000 Quadratmetern des Geländes bereits bald stattfinden und so das Kultur- und Freizeitprogramm in der Volmestadt durch einen Veranstaltungsort mit ganz außergewöhnlichem Ambiente erweitern.

Der Bau der Naturbühne schreitet zügig voran. Die Hänge wurden schon mit heimischen Sträuchern und Bäumen bepflanzt. Demnächst sollen die Arbeiten an der Erweiterung der Bühne und in Fortsetzung einer in den Hang eingebetteten tribünenartigen Stufe, von der für das Publikum beste Sicht auf Bühne und Felswand besteht, genauso weitergehen wie die an der Befestigung des Untergrundes.

Feltens konnte in Verhandlungen mit der Sparkasse das Kreditinstitut als Hauptsponsor der Naturarena gewinnen. „Die steilen Felswände schaffen eine einzigartige Atmosphäre und bilden dadurch zusammen mit dem gegenüberliegenden Hang eine natürliche Arena. Das Gelände ist somit ideal für Feste und kleine Konzerte“, schwärmte Opitz am Donnerstag. Daher sei das Kreditinstitut sofort offen gewesen für die Idee, an dieser Stelle eine dauerhafte Naturbühne zu etablieren. Das war dann auch der Grund, warum die Sparkasse Namensgeber wurde und die Bühne sich nun „Sparkassen-Naturarena am Hülloch“ nennt. Das entsprechende Schild präsentierten Feltens, Opitz und Clever am Donnerstag. Künftig soll es in repräsentativ deutlich größerer Ausführung den Zugang des Vorplatzes zum Hülloch zieren.

Die Sparkasse verfolge die Arbeiten an der Freilegung der Höhle und deren Erforschung von Anfang an mit sehr großem Interesse und glaube, dass auf dem Gelände etwas Nachhaltiges entstehen könne und müsse, so Opitz. Dazu wolle das Kreditinstitut nun seinen Beitrag leisten. „Ohne das finanzielle Engagement der Sparkasse wäre das Gelände nicht in der geplanten Form nutzbar“, räumte Feltens ein und machte darauf aufmerksam, dass die Gestaltung schon einige tausend Euro koste. Er ergänzte: „Ich freue mich, dass auf diese Art und Weise ein Platz geschaffen wird, der sicherlich sogar überregionalen Bekanntheitsgrad erlangen kann.“ Einmal wegen der Höhle, die, so seine Erwartung, in Zukunft durchaus eine touristische Bedeutung erlangen werde, jedoch genauso wegen der Naturbühne, die in der näheren und weiteren Umgebung ihres Gleichen suche.

Interessierte könnten die Anlage künftig für Veranstaltungen nutzen, eröffnete Feltens und informierte zusammen mit seinen Partnern von der Sparkasse, die genauso begeistert von dem Projekt sind, darüber, dass der Start mit dem großen Schanhollenfest des Stadtmarketingvereins am 24. Juli sein soll, so dass es gleich mit einem Knall losgeht.

Viele Vereine und Gruppen sowie Unternehmen haben dafür schon ihre Zusage gemacht und werden dabei sein. Dagmar Schröder als Vorsitzende des Stadtmarketingvereins freut sich, noch weitere Attraktionen präsentieren zu können wie ein unterhaltsames Musikprogramm mit verschiedenen Bands und Gruppen. Vom Korb eines großen Krans werden sehenswerte Ausblicke über Kierspe möglich sein. Für die geplante Outdoor-Modenschau werden derzeit allerdings noch Sponsoren gesucht. Das neue Rönsahler Bier soll ausgeschenkt werden und ebenso der Krugmann-Kräuterlikör Schanholly. Jedoch auch ansonsten ist an diesem ersten Sommerferiensonntag bestens für die Bewirtung der Besucher gesorgt.

Die Höhlenforscher von der Speläo-Gruppe Sauerland, die inzwischen seit 2008 das Hülloch erforschen, präsentieren ihre Ergebnisse und Führungen durchs Hülloch sollen ebenfalls möglich sein. Immerhin sind bislang an die 300 Meter des unter dem Arney gelegenen ausgedehnten Höhlensystems von ihnen erforscht worden. „Wir hoffen bald auf die gut 80 Meter lange große Halle zu stoßen. Es können eigentlich bloß noch wenige Meter sein, vielleicht vom derzeitigen Hauptgang weg zur Seite tiefer in den Berg“, frohlockte Peter Feltens, der sich mit der Freilegung und Erforschung der Höhle einen Jugendtraum erfüllt und damit zugleich Kierspe um eine Attraktion reicher gemacht hat. ▪ Rolf Haase

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