In Rönsahl soll eine neue Herberge entstehen

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In dem ehemaligen Firmengebäude am Strandbadweg soll eine Herberge entstehen. In dem rechten Teil des Gebäudes soll die neue Arztpraxis ihren Platz finden.

Rönsal - „Kein Platz in der Herberge.“ Mit diesem Argument können Mieter nur abgewiesen werden, wenn es denn eine Herberge gibt. In Rönsahl werden derzeit die Voraussetzung dafür geschaffen – also möglichst nicht für eine Absage, sondern für eine Aufnahme in einer Herberge. Horst Becker baut ein ehemaliges Firmengebäude um, damit Platz für bis zu 23 Gäste entsteht.

Wenig deutet in diesen Tagen darauf hin, dass in dem Firmengebäude unmittelbar hinter dem Strandbad in Rönsahl schon im Sommer des kommenden Jahres Gäste übernachten können. Doch Horst Becker ist zuversichtlich. Und wer sollte es besser wissen? 

Denn das Firmengebäude befindet sich seit Jahrzehnten in der Hand des Architekten, der von dort sein Baugeschäft betrieb und einen Teil des Gebäudes an seinen Bruder vermietet hatte, der dort mit der „Becker Umformtechnik“ tätig war.

Gebäude steht seit dem Frühjahr leer

Seit dem Frühjahr steht das Gebäude allerdings komplett leer. In dem als Büro genutzten Gebäudeteil soll möglichst schnell die neue Rönsahler Hausarztpraxis eröffnet werden – und in dem Bereich, der die Produktion beherbergte, sollen in einigen Monaten die ersten Gäste einziehen. Wobei in einem ersten Bauabschnitt erst einmal rund 50 Prozent der möglichen Kapazitäten geschaffen werden sollen.

„Ich denke bei den Gästen in erster Linie an Wanderer und Radfahrer, die die immer besser werdende touristische Infrastruktur nutzen“, erklärt Becker und nennt als Beispiele den Bahntrassenradweg, der vom Remscheid nach Dieringhausen führt oder auch den Wanderweg Wasserquintett. Aber auch außerhalb der Wochenenden sieht Becker Potenzial in den Firmen, die immer auf der Suche nach Unterkünften für Monteure seien. „Aber auch aus den Vermietungsanfragen der Brennerei weiß ich, dass immer wieder Zimmer gesucht werden.“

Noch deutet nichts darauf hin, dass bereits in wenigen Monaten die ersten Gäste die neue Herberge in Rönsahl nutzen sollen.

Doch bevor Becker mit dem Ausbau des Gebäudes beginnen kann, muss erst einmal die beantragte Nutzungsänderung genehmigt sein. Denn vorgesehen war das Gebäude bislang für eine gewerbliche Nutzung.

Nähe zum Freibad und zur Talsperre helfen

„Doch da ist eine Vermietung im Grunde ausgeschlossen, da mittlerweile Raumhöhen von sechs Metern durch Mieter verlangt werden. Dieses Gebäude hat aber eine Höhe von drei Metern“, so Becker.

Genehmigt der Kreis die Pläne von Becker, dann will er bereits in Kürze beginnen, die Räume mit Hilfe von Leichtbauwänden in elf Doppel- und ein Einzelzimmer zu verwandeln – allesamt mit Dusche und WC ausgestattet. Im Keller des Gebäudes werden dann noch Möglichkeiten geschaffen, Fahrräder abzustellen und Kleidung zu trocknen.

Den Standort der neuen Herberge hält Becker für ideal, nicht nur wegen der unmittelbaren Nähe zum Freibad, sondern auch, weil das Gebäude am Eingang des Ölmühlentales liegt und nur rund 1500 Meter von der Lingesetalsperre entfernt. 

Ein Grillplatz könne später – idyllisch gelegen – an den drei benachbarten Teichen entstehen. Und auch an die Fahrzeuge der Gäste ist gedacht. Auf dem großzügigen Parkplatz sollen zu einem späteren Zeitpunkt Lademöglichkeiten für Pkw und Fahrräder entstehen.

Auf der Rückseite hat Horst Becker bereits mit der Isolierung des Gebäudes begonnen.

Eine Bewirtung soll es in der Herberge nicht geben. „Vorgesehen ist lediglich eine kleine Küche, in der warme Getränke zubereitet werden können und in der dann auch ein Getränkeautomat seinen Platz findet. Frühstücken können die Gäste an sieben Tagen in der Woche täglich ab 6 Uhr in der Bäckerei Kelm und an den Abenden ist die Pizzeria geöffnet, die nur wenige Meter entfernt steht“, erklärt der Rönsahler.

Wer die Herberge letztlich betreibt, ist noch nicht geklärt. „Ich werde es aber nicht sein“, macht Becker unmissverständlich klar. Generell könne er sich mehrere Wege der Verpachtung vorstellen. So könne er sich die Vermietung über einen Pächter vorstellen, aber auch einen Verkauf an ein Unternehmen, das die Vermietung der Zimmer dann in seinem Sinne übernehme.

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