Hoher Besuch aus dem Vatikan

+
Pastor Gregor Myrda (von links), Gemeinderatsvorsitzender Ulrich Jatzkowski, Prälat Alejandro Arellano, Maria Jesús Diaz und Bernhard Iber vor der Kirche St. Josef.

Kierspe - Hoher Besuch aus dem Vatikan war jetzt in Kierspe zu Gast. Alejandro Arellano, Prälat mit richterlicher Gewalt des höchsten Gerichts des Vatikans, „La Rota Romana“, weilte privat für ein paar Tage in der Volmestadt, um Freunde zu besuchen.

Zu Gast war er bei Maria Jesús Diaz und ihrem Ehemann Bernhard Iber, die in der Nähe der Jubachtalsperre ein Waldgut besitzen. Neugierig sei Prälat Alejandro Arellano auf Kierspe geworden, weil ihm von seinen Freunden viel über den Wald im Sauerland erzählt worden war. Kennengelernt haben sich Arellano und die Eheleute Iber vor zehn Jahren in Madrid. Der gebürtige Plettenberger Bernhard Iber lebt seit 1987 in Spanien und ist dort für eine deutsche Firma tätig. „Obwohl unser Hauptwohnsitz in Madrid ist, ist unser Familienmittelpunkt Kierspe“, sagt Bernhard Iber. „Wir sind gerne zu Weihnachten hier und in den Ferien.“

Das erste Mal in Kierspe

„Ich bin das erste Mal in Kierspe, in Deutschland war ich schon oft“, sagte Prälat Alejandro Arellano. Neben dem Wichtigsten, der Pflege der Freundschaft, stand auf dem „Besuchsprogramm“ die Einkehr in die Kirche St. Josef. Dort traf Arellano nach einem Gottesdienst Pastor Gregor Myrda, der den Gast aus dem Vatikan herzlich in der Gemeinde willkommen hieß.

Auf dem Hochsitz und an der Jubach

Außerdem wurde die Burg Schnellenberg in Attendorn besichtigt und von einem Hochsitz im Wald aus beobachteten Bernhard Iber und Arellano das Rehwild. Die Natur im Sauerland lernte der Vatikan-Richter auch beim einem Spaziergang um die Jubachtalsperre kennen.

Besuche in Madrid, Rom und Kierspe

Auch die Kirche St. Josef besichtigte Prälat Alejandro Arellano aus dem Vatikan bei seinem Besuch in Kierspe.

Mittlerweile ist es eine enge Freundschaft, die die Familie Iber und Arellano pflegen. Fast jeden Monat besuchen sie sich, mal in Madrid, mal in Rom und jetzt auch in Kierspe. Der Prälat selbst ist häufig in Madrid, da er dort an der theologischen Fakultät unterrichtet.

Messdiener im Petersdom

Auch die Söhne der Eheleute Iber sind in diese Freundschaft eingebunden. So waren diese auf Vermittlung Arellanos schon einmal Messdiener im Petersdom in Rom. „Freundschaft hat immer einen Anfangspunkt und nie einen Endpunkt“, so Arellano. „Sie entwickelt sich immer weiter. Was uns sehr verbindet, ist der Glaube.“ Für ihn als Priester ohne Gemeinde sei es etwas ganz Besonderes, mit einer Familie befreundet zu sein, die eine solche Verankerung im Glauben habe.

„Das Vertrauen ist gewachsen“

„Alejandro hat eine positive Art, auch schwierige Dinge anzusprechen und dort zu helfen“, sagte Maria Jesús Diaz. „Dieser offene Umgang hat sehr schnell dazu beigetragen, dass das Vertrauen gewachsen ist. Für uns ist es ein Luxus, jemanden wie Alejandro zum Freund zu haben.“

Arellano gefallen die Landschaft und die Menschen

Dem gefallen in Deutschland neben „der schönen Landschaft“ vor allem die Menschen. „Ich mag an ihnen, dass sie die Ordnung lieben, verantwortungsbewusst sind und diszipliniert. Auch ihre Einstellung zur Arbeit nötigt mir Respekt ab“, betonte er. „Der Heilige Stuhl schätzt an den deutschen Katholiken ihre Großzügigkeit und ihre Pflichtbewusstsein. So solidarisieren sich die deutschen Katholiken mit den Menschen in Afrika und Lateinamerika und unterstützen sie in ihrer Missionsarbeit, in der Ausbildung neuer Priester und in ihrem täglichen Leben. Es ist im Sinn von Papst Franziskus, die Kirche in der Peripherie zu stärken“, so der Prälat abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare