Jäger erstatten Anzeige

Hochsitze im MK abgesägt - Täter hinterlassen einen "Blumengruß"

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Blinder Zerstörungswut, so musste Jagdberechtigter Heinz Böker feststellen, fiel auch dieser Hochsitz in einer Fichtenschonung zum Opfer.

Kierspe – Seinen Augen nicht trauen wollte Jagdfreund Heinz Böker, Mitglied im Hegering Kierspe-Rönsahl und Jagdausübungsberechtigter im Revier Kollenberg-Varmert, bei einem Kontrollgang durch das insgesamt rund 500 Hektar umfassende Revier.

Eigentlich wollte Böker in der vergangenen Woche die Kanzeln der Ansitze für die Jäger aufschließen und so für die geplante gemeinsame Jagd auf Schwarzwild vorbereiten. Doch schon beim ersten Ansitz, den Böker ansteuerte, erlebte er eine böse Überraschung: Der Hochsitz war der Zerstörungswut unbekannter Täter zum Opfer gefallen. Die tragenden Holzpfeiler des Jagdsitzes und weitere Teile des Aufbaus waren fachmännisch durchgesägt und somit unbrauchbar gemacht worden.

Das gleiche Bild, nur in noch schlimmerem Ausmaß, bot sich auch in einer nahegelegenen Schonung. Auch hier war der gesamte Hochsitz demoliert worden. Zusätzlich – und das empfand der Jäger als besonders makaber –, hatten der oder die Täter auch noch einen Blumengruß hinterlassen. 

"So etwas ist mir in meiner nun mehr als vierzig Jahre währenden jagdlichen Tätigkeit bislang noch nicht begegnet“, so Böker, der bei dieser Gelegenheit nochmals betont, dass die mit der Ausübung der Jagd betrauten Jäger „nicht einfach nur im Wald herum ballern“ sondern einen wichtigen Part zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts in der Natur leisten.

Böker verweist etwa auf die Bedrohung durch die afrikanische Schweinepest, der die Jäger mit verstärkter Bejagung von Wildschweinen Rechnung tragen, um auch ein Übergreifen auf Nutztiere zu verhindern. „Grade dann sind solche kontraproduktiven Aktionen umso verwerflicher. Wir haben Anzeige erstattet“, sagt Böker. Zudem hofft er, dass eine der im Bereich der Hochsitze installierten Wildkameras Aufschluss über den oder die ungebetenen Waldbesucher gibt.

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