Hobbykunstausstellung in Gesamtschule

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Die Hobbykünslter arbeiteten hart in den vergangenen Tagen, so auch Irene Anweiler. ▪

KIERSPE ▪ So langsam steigt die Nervosität bei den Hobbykünstlern. Nur noch wenige Stunden bis zur Ausstellungseröffnung im PZ der Gesamtschule. Insgesamt bauen 40 Künstler ihre Stände auf. Samstag und Sonntag können die Besucher durch die Ausstellung schlendern, mit den Künstlern sprechen und bei Kaffee und Kuchen den Tag ausklingen lassen.

Bereits zum 32. Mal wollen die heimischen Hobbykünstler mit ihren Werken etliche Besucher in die Ausstellung locken. Seit heute herrscht im PZ reges Treiben. Künstler irren mit dem Platzplan umher und suchen ihren Standplatz, Tische werden gerückt, Stellwände mit bunten Stoffbahnen verschönert und kostbare Ausstellungsstücke werden behutsam und liebevoll an ihren Platz gestellt. Schließlich soll alles perfekt sein, wenn morgen Vormittag Dieter Grafe als stellvertretender Bürgermeister die Ausstellung eröffnet.

„Den Platzplan zu erstellen, ist gar nicht so einfach, schließlich wollen wir den Gästen vom Anfang bis zum Ende Abwechslung bieten“, erklärt Organisatorin Brigitte Stöhr. So achten die Veranstalter darauf, dass die Stände thematisch bunt gemischt sind. Beispielsweise sollten nie zwei Holz-Künstler nebeneinander stehen. „Natürlich ist Holz nicht gleich Holz und die Kunst unterscheidet sich grundlegend. Aber wir wollen den Besucher mitnehmen auf eine Reise durch die Vielfalt der Kunst“, erläutert Stöhr das Konzept. Daher würde die Organisatorin zunächst darauf achten, welche Kunstformen am häufigsten vertreten seien. Diese würden dann möglichst weitläufig über das Gelände verteilt, die restlichen Künstler würden dann gleichmäßig dazwischen platziert.

Bisher lief alles nach Plan, alle Künstler, die sich angemeldet hatten, sind auch zum Aufbau erschienen. Lediglich eine kleine Änderung im Programm wird es geben. Angelika Geßner, die seit Jahren mit ihren Teddybären zur Ausstellung kommt, hat abgesagt, doch ihr Platz war schnell neu vergeben: Ulrich Sawallisch wird dort seine Holzarbeiten zeigen.

Gegen Nachmittag ist der Aufbau fast geschafft, nun werden die Stände noch bis ins Detail verschönert. Stöhr: „Die Künstler legen sehr viel Wert auf die Präsentation ihrer Werke.“ Detailverliebt werden hier Bilder hin und hergeschoben und dort Ketten möglichst ansprechend arrangiert.

Bereits beim Aufbau wird deutlich, dass die Hobbykünstler eine eingeschworene Gemeinschaft sind. Jeder weiß, was er zu tun hat. „Die Neuen haben noch viele Fragen, aber die anderen helfen ihnen, geben Tipps, wie sie sich am besten präsentieren“, erzählt Stöhr. Die meisten Künstler kennen sich seit Jahren, nutzen die Ausstellung zum Austausch, aber auch um sich neue Anregungen zu holen. Sie gehen von Stand zu Stand, fachsimpeln über Trends und beobachten die Entwicklung der Kollegen.

Neu aufgenommen in die große Hobbykünstlerfamilie wurden Hubert Bender (Holzschnitzerei), Günter Geldmacher (Malerei auf Schiefer), Barbara Patent (Acrylmalerei), Willu Steding (Glasfusing), Kerstin Weseler (Perlendrehen) und Margret Weseler (Textile Mixed Media). Mitmachen darf aber nicht jeder. Die neuen Künstler mussten sich und ihre Arbeit zunächst im Februar vorstellen. „Wir wollen einfach ein gewisses Niveau bieten. Natürlich ist das für uns alle nur ein Hobby, aber wir wollen auch keinen Ramsch anbieten“, betont die Organisatorin. Das sei es auch, was die Ausstellung auszeichne, der hohe Qualitätsstandard und die große künstlerische Vielfalt.

Die Ausstellung kann am Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr besucht werden. Für die Versorgung der Gäste mit Essen und Trinken sorgt der Schützenzug West. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.

Von Lydia Machelett

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