Junge Markthändler in Kindertagesstätte aktiv

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Ein breites Angebot haben die jungen Markthändler in dem geräumigen Flur der Kindertagesstätte zusammengestellt. Heute endet der Verkauf auf dem Herbstmarkt.

Kierspe - Im Flur der DRK-Kindertagesstätte duftete es am Donnerstag nach frischem Obst und Gemüse. Auf zu Marktständen umfunktionierten Tischen stehen herbstliche Blumensträuße und Marmelade – davor und dahinter junge Markthändler in strahlend weißen Schürzen.

Von Johannes Becker

„Wir haben im vergangenen Jahr zum ersten Mal einen Herbstmarkt für Eltern und Nachbarn veranstaltet. Das lief so gut, dass wir in diesem Jahr die Aktion wiederholt haben“, erklärt die Leiterin der Tageseinrichtung Antonia Dell.

Natürlich spielte das bunte Markttreiben auch bereits im Vorfeld eine Rolle im Kindergarten. So haben die beiden Erzieherinnen Helene Kewitz und Elke Keune-Meyer bereits vor Monaten mit den Kindern Beeren gesammelt und daraus Saft und Gelee hergestellt. Außerdem wurde den Kleinen erklärt, wann welche Gemüse und Obstsorten wachsen und geerntet werden können. „Viele Kinder haben bei uns zum ersten Mal selbst Marmelade gekocht und waren ganz erstaunt darüber, dass man das zu Hause machen kann“, erzählt Dell.

Dass aber auch noch viele Eltern eigene Gärten haben, in denen Obst und Gemüse angebaut wird, erfuhren die Mitarbeiter des Kindergartens durch die vielen Spenden, die sie von dort erhielten. Auch von Eltern selbstgebackenes Brot war und ist im Angebot.

Doch trotz der Freigiebigkeit der Eltern waren Kinder und Erzieherinnen doch froh, dass sich auch Kiersper Einzelhändler beteiligten und den Markt mit Spenden unterstützten. So gab es vom Rewe-Markt Brot, Gemüse und Obst. Der Blumenladen im Rewe-Markt, der Hagebaumarkt und auch der Raiffeisen-Markt unterstützte die Aktion mit Blumensträußen und Topfblumen, die nun für kleines Geld den Besitzer wechseln. Wobei die Kunden schon aufpassen mussten, denn ein Mädchen hatte als Einheitspreis zehn Euro aufgerufen. Doch mit ein wenig Verhandlungsgeschick ließ sich dann trotzdem ein Schnäppchen machen.

Das eingenommene Geld geht zuerst an den Förderverein der Einrichtung und so schließlich wieder in Form von Anschaffungen an den Kindergarten zurück. Derzeit wird ganz intensiv auf zwei Fußballtore gespart, aber bis diese finanziert sind, muss noch so mancher Kürbis den Besitzer wechseln.

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