Großer Andrang bei Kinderkleiderbasar

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Geschäftige Ruhe herrschte im Pädagogischen Zentrum, die Interessierten durchforsteten die nach Größen sortierten Kleiderstapel.

Kierspe - In der Gesamtschule herrschte Hochbetrieb, trotzdem ging es auffallend ruhig zu. Ganze Familien waren am Samstagmorgen gekommen, um sich für die warme Jahreszeit einzukleiden. Die Käufer gingen dabei routiniert zu Werke. Viele kommen regelmäßig zum Kleiderbasar, den die evangelische Kirchengemeinde zweimal im Jahr ausrichtet.

Alles war gut organisiert, jede der 50 Helferinnen hatte ihr klar umrissenes Aufgabengebiet. So war zum Beispiel Astrid Winterhoff für die Schuhe zuständig. Die waren, nach Größen sortiert, in improvisierten Regalen ausgestellt, für die sich das Team 20 Biertischgarnituren aus allen Gemeinden „zusammengeliehen“ hatte.

Als um 9 Uhr die Eingangstür zum PZ geöffnet wurde, stand schon eine lange Schlange vor der Tür, die geduldig im Regen ausgeharrt hatte. Denn alle wussten: Man muss sehr pünktlich sein, sonst sind die besten Sachen weg. Und so klafften schon eine halbe Stunde später deutliche Lücken im Schuhregal. Auch die Kleidung war nach Größen sortiert, von 52 für Neugeborene bis 188 für den hochgewachsenen Teenager. Bei der Babykleidung waren die Stapel besonders hoch, der Nachwuchs ist schnell herausgewachsen aus Stramplern und Hemdchen.

Die meisten Familien gingen arbeitsteilig vor: Während die einen an den Verkaufstischen die Vorauswahl trafen, saßen die anderen auf den Treppenstufen und wählten endgültig aus. Aber auch bei Gesellschaftsspielen, Büchern, DVDs und Badebekleidung herrschte reger Betrieb. Die größeren Gegenstände, Ausstattung fürs Kinderzimmer, Fahrräder, Kinderwagen und Autokindersitze waren im vorderen Bereich in der Mensa untergebracht.

Für die drei Stunden Verkauf, von 9 bis 12 Uhr, waren die ehrenamtlichen Helfer insgesamt anderthalb Tage lang im Einsatz. Bereits am Freitagnachmittag begann der Aufbau, am Samstag waren die letzten bis 18 Uhr beschäftigt, um die Räume besenrein für den Schulbetrieb am heutigen Montag zu hinterlassen.

Wie viele Artikel an diesem Samstag angeboten wurden, konnte Astrid Winterhoff nur schätzen, ihre Zahl liegt regelmäßig im mittleren fünfstelligen Bereich. Jedes einzelne Teil war mit einem Laufzettel mit Verkäufernummer und Preis versehen. Dabei haben die Helfer aus schlechter Erfahrung gelernt: Sie stehen nicht nur zu Beratungszwecken bereit, sondern achten auch darauf, dass nicht gestohlen wird. Das passiere leider immer wieder, meinte Astrid Winterhoff – trotz der niedrigen Preise.

Die weitaus meisten Interessierten reihten sich aber nach beendeter Einkaufsaktion in die Schlange an der Kasse ein. Dort wurde im Akkord gearbeitet, erst am späteren Vormittag ließ der Betrieb nach. Die Einnahmen gehen auch in diesem Jahr wieder teils an die Kirchengemeinde, teils werden sie für wohltätige Zwecke gespendet.

Birgitta Negel-Täuber

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