„Ohne Ehrenamtliche könnten wir hier abschließen“

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Zu den Hausmeistertätigkeiten, die Susanne Kuhn und Monika Barwanitz ehrenamtlich erledigen, gehört unter anderem auch das Auffüllen mit Papierhandtüchern im Gemeindehaus.

Kierspe - „Damit die Firma Kirche läuft, brauchen wir die ehrenamtlichen Helfer“, sagt Ulrich Jatzkowski, Vorsitzender des Katholischen Gemeinderats von St. Josef und gleichzeitig Pfarrgemeinderatsvorsitzender von St. Maria Immaculata, „ansonsten könnten wir hier abschließen“. Und meint damit, dass außer den Messen in der katholischen Kirche am Glockenweg nichts mehr laufen würde.

Selbst bei den Gottesdiensten würde es manchmal eng, wenn nicht ehrenamtliche Helfer die Messe vor- und nachbereiten sowie ab und zu für die Messdiener einspringen würden. Warum Renate Böcker, Claudio Burgarella, Manfred Kluth, Thadäus Scholtyssek – früher hauptamtlicher Küster in Kierspe – und auch Ulrich Jatzkowski die Küsteraufgaben ehrenamtlich übernommen haben? Weil es eine herzliche Gemeinschaft ist, wie eine große Familie, und weil man sich einbringen kann, lautet bei allen die Antwort, wo jeder auch in seiner Individualität akzeptiert wird.

„Es gehörte einfach dazu“, fügt Ulla Ostermann vom Gemeinderat hinzu, „man ist sofort drin“. Und Monika Barwanitz verdeutlicht, dass viele schon über viele Jahre ehrenamtliche Aufgaben – im technischen Bereich, wie es Jatzkowski bezeichnet – wahrnehmen. „Ich bin vor 41 Jahren von Pfarrer Schmidt getraut worden, da gehörte es einfach dazu, sich einzubringen“.

Die Aufgaben des Küsters liegen in den Händen von Manfred Kluth und Thadäus Scholtyssek.

Natürlich gebe es zwischendurch auch immer mal wieder Pausen, in denen man die Aufgaben nicht wahrnehmen könne. Doch oft ist man mit dem Eintritt ins Rentenalter, wenn man wieder mehr Zeit hat, wieder dabei. Wie Thadäus Scholtyssek, der früher den Küsteraufgaben hauptamtlich nachgekommen ist und dies heute ehrenamtlich macht. Man müsse sich aber auch keine Sorgen um den Nachwuchs machen, fügt der Gemeinderatsvorsitzende gleich hinzu.

„Den Nachwuchs gibt es weiterhin!“ Denn über allem stehe: „Es ist meine Gemeinde“. Die anfallenden Aufgaben könnten stets ohne Probleme verteilt und erledigt werden. Denn „die Menschen in der Gemeinde wollen etwas bewegen.“ Dazu gehören auch Susanne Kuhn und Gabi Schönwies, in deren Verantwortungsbereich die Belegung des Gemeindehauses am Glockenweg liegt.

Zusammen mit Monika Barwanitz hat Kuhn auch sozusagen die Hausmeistertätigkeiten übernommen. Dazu zählt beispielsweise auch die Reinigung und das Sorgen um den Blumenschmuck in der Kirche. Die Pflege der Außenanlage am Glockenweg (regelmäßiges Rasenmähen) liegt in den Händen von Christian Lasala und Reinhard sowie Florian Mayr. Sie können natürlich auf die Hilfe anderer Gemeindemitglieder zurückgreifen, wenn es einmal im Jahr um die Grundpflege rund um Kirche und Gemeindehaus geht.

Ulrich Jatzkowski und Gabi Schönwies kümmern sich auch um den Lektorenplan.

Hinzu komme ein „sehr engagierter Gemeinderat“ und seine Ausschüsse, wie zum Beispiel der Festausschuss. Deren Mitglieder sorgen natürlich immer wieder dafür, dass ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt und gefestigt wird. So übrigens auch wieder am 7. Juli, wenn die St.-Josef-Gemeinde zum Familientag nach Belkenscheid einlädt. Dort starten die vielfältigen Aktionen um 14 Uhr und werden mit einer Messe abgeschlossen – entweder Open-Air oder in der Scheune.

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