DRK hilft bei Flüchtlingsarbeit in Dortmund

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Die Rotkreuzhelfer richteten in Dortmund eine vorübergehende Unterbringung für Flüchtlinge ein

Kierspe/Dortmund - „Einsatz Flüchtlingshilfe Dortmund“ hieß es am Dienstagmorgen für 33 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus Kierspe, Meinerzhagen, Plettenberg und Herscheid.

Um 4 Uhr in der Früh wurden die Ehrenamtlichen der vier DRK-Ortsvereine, die die zweite Einsatzeinheit des Märkischen Kreises bilden, informiert und machten sich sofort auf den Weg ins Ruhrgebiet. In Dortmund wurden zwei vorübergehende Unterbringungen für insgesamt 400 Flüchtlinge eingerichtet. Um diese zu betreuen, Essen auszugeben und den Bustransport zu organisieren, waren die Rotkreuzhelfer aus dem südlichen Märkischen Kreis angefordert worden.

Reihum kamen bereits oder kommen noch viele weitere ehrenamtliche Einheiten der Hilfsorganisationen im ganzen Landesgebiet in diesen Wochen zum Einsatz, um die Betreuung in den verschiedenen Notunterkünften zu übernehmen. Für die Helfer aus Kierspe und Umgebung war es der erste während der aktuellen Flüchtlingswelle.

Vor Ort galt es zunächst, eine Ausgabestelle für das Frühstück aufzubauen. Das benötigte Material dafür, wie Tische, Besteck und Geschirr, brachten die Helfer in Anhängern aus der Volmestadt mit.

Flüchtlinge packen mit an

„Danach haben wir Matratzen gestapelt, damit die Betroffenen Platz zum Sitzen haben“, erklärt Jan Schwarze, der einen Teil der Gruppe in Dortmund leitete. Erfreut zeigte sich Schwarze über große Hilfsbereitschaft der Flüchtlinge, obwohl es eine große Sprachbarriere gegeben habe: „Als sie gemerkt haben, dass wir beginnen die ersten Matratzen übereinander zu legen und Tische aufzustellen, hat es nur wenige Augenblicke gedauert, bis alle mit angefasst haben.“

Im Laufe des Tages sollten die Flüchtlinge mit Bussen weitertransportiert werden. „Hierbei kam es jedoch immer wieder zu Verzögerungen“, berichtet Schwarze weiter. Man merke einfach, dass sowohl die verschiedenen Verwaltungsorgane als auch die beteiligten Firmen und ehrenamtlichen Helfer an ihre Grenzen kommen.

Gegen 16 Uhr rückten die Rotkreuzler wieder ab. In den Unterkünften angekommen, hieß es nun, das Material wieder instand zu setzen. Noch am Abend stieß in Kierspe etwa der Soziale Arbeitskreis, eigentlich vor allem bekannt für die Verpflegung bei den Blutspendeterminen, hinzu. Bis in die Abendstunden wurden Teller und Tassen gespült und der Ausrüstungsanhänger wieder einsatzbereit gemacht.

„Werden zeitig wieder im Einsatz sein“

„Denn, wie es sich derzeit andeutet, werden wir sehr zeitig wieder im Einsatz sein. Dann wahrscheinlich direkt im Märkischen Kreis, wo aktuell ebenfalls 400 Flüchtlinge untergebracht werden müssen“, sagte Alexander Kalcher, Pressesprecher des DRK-Ortsvereins Kierspe.

Zugführer Volker Neumann aus Meinerzhagen bedankte sich bei den Aktiven seiner Einsatzeinheit: „Wir hatten eine motivierte und aktive Gruppe. Vielen Dank an alle Einsatzkräfte für ihr Engagement.“ Nicht zu vergessen sei auch die Unterstützung durch die jeweiligen Arbeitgeber, was längst nicht mehr selbstverständlich sei und eine große Schwierigkeit in der kurzfristigen Einsatzplanung darstelle.

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